Die kraft der kräu­ter & ge­wür­ze

Se­kun­dä­re Pflan­zen­in­halts­stof­fe gel­ten als ei­ne der wich­ti­gen Säu­len im Kampf um die Ver­zö­ge­rung des Al­te­rungs­pro­zes­ses.

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Se­kun­dä­re Pflan­zen­in­halts­stof­fe für die Ver­zö­ge­rung des Al­te­rungs­pro­zes­ses

es­gibt sie tat­säch­lich, die Wun­der­dro­ge, die Fett ver­brennt u ndz ucker in der Blut­bahn sta­bi­li­siert. Aber nicht in der Apo­the­ke oder im In­ter­net, son­dern da­heim in der Kü­che. Nach jüngs­ten For­schun­gen wirkt ein Mix aus Küm­mel, Chi­li, Mus­kat­nuss, Ko­ri­an­der und Schwar­zem Pfef­fer un­mit­tel­bar auf den Fett­stoff­wech­sel, ver­bes­sert die Auf­nah­me v onz ucker und re­gu­liert den Blut­druck. Die fünf Ge­wür­ze ver­dan­ken ihr kraft­vol­les Ein­schrei­ten ei­ner Grup­pe von Sub­stan­zen, die be­schei­den „se­kun­dä­re Pflan­zen­in­halts­stof­fe“oder auch „Phy­to­che­mi­ka­li­en“hei­ßen.

Ei­gent­lich wer­den sie von den Pflan­zen zu ih­rem ei­ge­nen Schutz pro­du­ziert, sie sol­len Pa­ra­si­ten und Krank­heits­kei­me ab­weh­ren. Genau da­von kön­nen auch wir Men­schen pro­fi­tie­ren und uns ge­gen Bak­te­ri­en, Vi­ren oder Pil­ze schüt­zen. Noch bes­ser: Die­se Stof­fe be­wah­ren u nsa uch vor Schlag­an­fall und Herz­in­farkt und sind höchst wert­vol­le An­ti-aging-wirk­stof­fe.

Das Wis­sen um die Heil­kraft der Kräu­ter ist ur­alt. Schon in der Jungstein­zeit wur­den hoch­do­sier­te Ex­trak­te von Blät­tern ge­gen Krank­hei­ten ein­ge­setzt. Karl der Gro­ße (747 bis 814) ließ Klos­ter­gär­ten ein­rich­ten, in de­nen Mön­che Heil­pflan­zen zo­gen. Spä­ter wur­de die Klos­ter­me­di­zin zur wich­tigs­ten Säu­le der mit­tel­al­ter­li­chen Kran­ken­pfle­ge, un­ter­stützt durch das Wis­sen von kräu­ter­kun­di­gen Frau­en. Die Chro­ni­ken er­wähn­ten da­mals kaum je Ärz­te, sehr wohl aber Kräu­ter­gärt­ner und Apo­the­ker – Letz­te­re be­wohn­ten in der Re­gel so­gar ein be­heiz­tes (!) Haus, um die kost­ba­ren Sa­men, Knol­len und Zwie­beln vor Käl­te zu schüt­zen.

Die­ses al­te Wis­sen wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in un­se­ren mo­der­nen, elek­tro­nisch hoch­ge­rüs­te­ten La­bors ein­drucks­voll be­stä­tigt. Was ist das ein­zig wirk­sa­me Me­di­ka­ment ge­gen die Vo­gel­grip­pe? Der Stern­anis, des­sen an­ti­vi­ra­le Be­stand­tei­le auch ge­gen an­de­re For­men der In­flu­en­za hel­fen. Ein Me­di­ka­ment zur Re­gu­lie­rung des Blut­zu­cker­spie­gels? Neh­men Sie Zimt oder Ore­ga­no. War­um es­sen Men­schen in tro­pischen Ge­gen­den gern in­ten­siv ge­würz­te Ge­rich­te? Weil Chilischoten den buch­stäb­lich schärfs­ten Schutz ge­gen Ent­zün­dun­gen bie­ten, un­ter­stützt von Pi­ment, Lor­beer, Ko­ri­an­der, Pa­pri­ka und Pfef­fer. Das ent­hal­te­ne Pi­pe­rin gilt auch als Fett­ver­bren­ner.

Schon in Öt­zis Ma­gen fand man ein an­ti­sep­ti­sches Moos als Ers­te-hil­fe­krau t.a ußer­dem trug er ei­nen klei­nen Le­der­beu­tel vol­ler Heil­kräu­ter u ndz wei mit Bir­ken-pil­zen, die an­ti­bio­ti­sche Sub­stan­zen be­inhal­ten und die Hal­lu­zi­na­tio­nen er­zeu­gen kön­nen. Mys­tik und Ma­gie wa­ren im­mer schon eng mit­ein­an­der ver­bu nden...

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