Von en­gels­ölen & teu­fels­fet­ten

Fett ist nicht gleich Fett – es gibt die gu­ten und die schlech­ten. Die rich­ti­gen Öle lie­fern dem Kör­per aber viel Ener­gie.

Iss Dich Jung! - - INHALT -

Die rich­ti­gen Öle lie­fern dem Kör­per die Ener­gie, die er braucht

die In­sel Kre­ta ist ei­ne der ge­sün­des­ten Re­gio­nen Eu­ro­pas, die Le­bens­er­war­tung liegt hö­her als selbst im üb­ri­gen Grie­chen­land, die Häu­fig­keit von Herz-kreis­lauf-er­kran­kun­gen ist be­son­ders nied­rig. Al­so las­sen wir uns doch da ein­mal zum Es­sen ein­la­den: Ein To­ma­ten­sa­lat mit viel Zwie­beln kommt auf den Tisch, ei­ne Schüs­sel Boh­nen, ein ge­grill­ter Fisch. Der Haus­herr greift zur Oli­ven­öl­fla­sche und lässt ei­nen di­cken grün­li­chen Strahl über den Sa­lat flie­ßen. Dann noch ein­mal dick Öl über den Fisch. Ins­ge­samt si­cher ein hal­bes Ach­terl pu­res Fett. Und das soll gut fürs Herz sein?

Ja, ge­wiss, wenn e ss ich u md asr ich­ti­ge han­delt: Die so­ge­nann­ten En­gels­ö­le ent­hal­ten Ome­ga-3-fett­säu­ren und ein­fach ge­sät­tig­te Fett­säu­ren. Die meis­ten Pflan­zen­öle fal­len dar­un­ter, au­ßer­dem sind sie in Fisch und Wild ent­hal­ten. Hin­ge­gen sind ge­sät­tig­te Fett­säu­ren als Teu­fels­fet­te ver­pönt – al­so die meis­ten tie­ri­schen Fet­te, wie sie im Schmalz, in Speck, Wurst und Fleisch­pro­duk­ten ent­hal­ten sind. Die dür­fen Sie sich zwar auch ge­le­gent­lich gön­nen – aber bit­te wirk­lich nur in Ma­ßen.

D ast eu­f­li­sche fin­de t ab er noch ei­ne Stei­ge­rung, näm­lich in den Trans­fet­ten, die vom Kör­per nicht ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen und die sich ger­ne in den Ge­fä­ßen ab­la­gern, wo sie zu At­he­ro­skle­ro­se füh­ren. Die soll­te man gänz­lich mei­den, was aber gar nicht so leicht ist, weil sie in in­dus­tri­ell ver­ar­bei­te­ten Le­bens­mit­teln ent­hal­ten sind: Pom­mes fri­tes aus dem Schnell-im­biss, Fer­tig-ham­bur­ger, aber auch vor­ge­fer­tig­te Sa­lat­sau­cen und min­der­wer­ti­ge Ku­chen und Kek­se kön­nen die­ses schlech­te Fett ent­hal­ten. Auf die Mi­schung kommt es al­so an. Das Ver­hält­nis zwi­schen den gu­ten Ome­ga-3-fett­säu­ren und den we­ni­ger güns­ti­gen Ome­ga-6-fett­säu­ren muss stim­men.

Als Faust­re­gel gilt: Mit ei­nem hoch­wer­ti­gen kalt ge­press­ten Oli­ven­öl liegt man im­mer rich­tig, sonst sind noch Hanf-, Raps- und Lein­sa­men­öl zu emp­feh­len. Zum An­bra­ten von Fleisch oder Ge­mü­se passt auch Erd­nuss­öl, das sehr hoch er­hitzt wer­den kann, oh­ne dass es ver­brennt.

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