Da­vid Mad­le­ner steht heu­te ge­gen Fröl­un­da im Tor.

Ras­mus Dah­lin (17) stand mit zwei Jah­ren erst­mals auf dem Eis. Die NHL war­tet schon auf den Ver­tei­di­ger. Zu­vor gilt es, sich bei Fröl­un­da Gö­te­borg zu be­wei­sen.

Kleine Zeitung Kaernten - - Vorderseite - Von Mar­tin Qu­end­ler

Al­le spre­chen da­von, dass Sie 2018 als Num­mer eins im NHL-Draft ge­zo­gen wer­den. Wel­ches Ge­fühl über­wiegt, wenn man als 17-Jäh­ri­ger da­vor ist, sich sei­nen Traum zu er­fül­len – Furcht oder Freu­de?

RAS­MUS DAH­LIN: Es ist im­mer lus­tig, so et­was zu hören. Spe­zi­ell, wenn ei­nem be­wusst wird, dass der gan­ze Tru­bel der ver­an­stal­tet wird, sich ei­gent­lich um sich selbst dreht. Aber na­tür­lich ist es mein Traum, der sich er­fül­len könn­te.

Ist es schwie­rig, fo­kus­siert zu blei­ben? Es liegt noch ei­ne gan­ze Sai­son da­zwi­schen. Da kann noch viel pas­sie­ren. Sich jetzt al­so zu­rück­zu­leh­nen wä­re schlicht­weg falsch. Im Ge­gen­teil. Ich ver­su­che, je­den Tag das Ma­xi­mum her­aus­zu­ho­len. Au­ßer­dem gibt es so vie­le Spie­ler, die auf die­sen Platz war­ten – da heißt es, je­den Tag hart zu ar­bei­ten.

Wie stark wer­den Ih­re In­ter­views in der schwe­di­schen Hei­mat vom The­ma NHL be­herrscht? Nicht un­we­sent­lich (lacht). Aber, wie ge­sagt, ich ver­su­che, mich auf mei­ne Auf­ga­ben zu fo­kus­sie­ren und nicht zu viel an sol­che Din­ge zu den­ken.

Wer hilft Ih­nen, nicht den Bo­den un­ter den Fü­ßen zu ver­lie­ren? Mei­ne El­tern und Ge­schwis­ter. Wir spre­chen zu Hau­se ei­gent­lich nicht so viel über Eis­ho­ckey, son­dern ma­chen Blöd­sinn mit mei­ner klei­nen Schwes­ter. Mei­ne Fa­mi­lie gibt mir Halt und un­ter­stützt mich. Doch das wür­den sie auch, wenn ich nicht Eis­ho­ckey spie­len wür­de.

Wann ha­ben Sie mit dem Eis­ho­ckey be­gon­nen? Mir wur­de er­zählt, dass ich zwei Jah­re alt war, als ich das ers­te Mal auf dem Eis ge­stan­den bin. Mein Pa­pa und mein äl­te­rer Bru­der hat­ten viel An­teil dar­an. Ich lie­be Eis­ho­ckey. Und zu ge­win­nen, ist ein­fach groß­ar­tig.

Wann ha­ben Sie rea­li­siert, dass Sie Eis­ho­ckey-Pro­fi wer­den? Mit 16 Jah­ren, al­so letz­tes Jahr (grinst). Da ha­be ich mei­nen

Drei-Jah­res-Ver­trag bei Fröl­un­da un­ter­schrie­ben. Aber jetzt den­ke ich nicht an ver­trag­li­che Si­tua­tio­nen, son­dern kon­zen­trie­re mich auf mei­ne Auf­ga­ben bei Fröl­un­da.

Wel­che Zie­le ha­ben Sie sich vor­ge­nom­men? Es gibt gro­ße und klei­ne­re Zie­le. Na­tür­lich will ich Meis­ter wer­den. An­de­rer­seits gibt es ein paar Din­ge, an de­nen ich selbst fei­len möch­te.

Heu­te tref­fen Sie mit Fröl­un­da er­neut auf den KAC. Wel­chen Ein­druck hat­ten Sie von den Kla­gen­fur­tern nach dem Hin­spiel ? Sie ver­fü­gen über tech­nisch aus­ge­reif­te Spie­ler und ver­su­chen, den Puck lau­fen zu las­sen.

Was war der Grund, war­um Fröl­un­da „nur“2:1 ge­won­nen hat? Sie sind ein gu­tes Team, ge­gen sie war es schwie­rig zu spie­len.

Sind die un­ter­schied­li­chen Spiel­kul­tu­ren aus­schlag­ge­bend? Wir ver­su­chen, über 60 Mi­nu­ten Druck aus­zu­üben und be­we­gen den Puck schnell. Doch der KAC hat eben­falls flot­tes Eis­ho­ckey ge­zeigt.

Zu­rück zu den Träu­men: Ih­re Emp­feh­lun­gen für jun­ge Eis­ho­ckey-Spie­ler? Kei­ne Scheu zei­gen und sich nicht vor Äl­te­ren fürch­ten. Man muss sei­nen Platz er­kämp­fen, sich mit Bes­se­ren mes­sen und je­den Tag hart ar­bei­ten. Aber nie­mals zu­rück­leh­nen.

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