SPÖ wirft ÖVP „mie­sen Stil“vor

Kleine Zeitung Kaernten - - Politik -

Zwi­schen SPÖ und ÖVP kracht es deut­lich lau­ter als sonst. Die SPÖ zeigt sich em­pört über ei­ne Aus­sa­ge von ÖVP-Chef Se­bas­ti­an Kurz im ORF-„Som­mer­ge­spräch“. Kurz stell­te in den Raum, dass der In­dus­tri­el­le Hans Pe­ter

Ha­sel­stei­ner der SPÖ 100.000 Eu­ro über Brief­kas­ten­ver­ei­ne und Ver­eins­kon­struk­tio­nen ha­be zu­kom­men las­sen. Laut SPÖBun­des­ge­schäfts­füh­rer Ge­org Nie­der­mühl­bich­ler ei­ne „völ­li­ge Ent­glei­sung“und Lü­ge. Dies sei ei­ne Be­haup­tung, die nicht nur „un­halt­bar, son­dern ein wirk­lich mie­ser Stil“sei. Ei­ne recht­li­che Prü­fung ha­be ge­zeigt, dass die SPÖ „An­spruch auf Un­ter­las­sung und Wi­der­ruf“ha­be, pol­ter­te Nie­der­mühl­bich­ler und droh­te mit ju­ris­ti­schen Schrit­ten. Auch Ha­sel­stei­ner selbst stimm­te in den Chor der Em­pö­rung mit ein, was die SPÖ wohl nur be­dingt freu­en dürf­te: „Ich den­ke nicht ein­mal dar­an, der SPÖ ei­ne Par­tei­spen­de zu ge­ben. Je­der weiß, dass ich kein So­zi­al­de­mo­krat bin.“

Die ÖVP zeigt sich in­des un­be­ein­druckt, laut ÖVP-Ge­ne­ral­se- kre­tä­rin Eli­sa­beth

Kös­tin­ger sei nicht die An­dro­hung von Kla­gen, son­dern hun­dert­pro­zen­ti­ge Trans­pa­renz die Lö­sung. Sie for­der­te die SPÖ auf, „al­le Spen­den in al­len Ver­ei­nen“of­fen­zu­le­gen. Denn die SPÖ ha­be be­reits zwei­mal die Teil­nah­me an ei­nem von ihr ge­for­der­ten Trans­pa­renz­gip­fel „ver­wei­gert“.

Auch zwi­schen dem ExG­rü­nen-Ab­ge­ord­ne­ten und Lis­ten-Grün­der Pe­ter Pilz und In­nen­mi­nis­ter Wolf­gang

So­bot­ka (ÖVP) dürf­te die Stim­mung schon bes­ser ge­we­sen sein. Pilz be­zeich­ne­te die­sen als „Schutz­pa­tron der Er­dog˘an-Brü­cken­köp­fe in Ös­ter­reich“. Er wür­de ra­di­kal­is­la­mische Or­ga­ni­sa­tio­nen schüt­zen. Pilz kün­dig­te zu­dem ei­nen Miss­trau­ens­an­trag ge­gen den In­nen­mi­nis­ter an.

Ro­land Dü­rin­gers

Spit­zen­kan­di­dat Gün­ther Las­si zieht sich von der Lis­te des Ka­ba­ret­tis­ten zu­rück. Las­si hat­te sei­ne Home­page mit dem an­ti­se­mi­ti­schen Pam­phlet „Die Pro­to­kol­le der Wei­sen von Zi­on“ver­linkt, spricht aber trotz­dem von Ruf­mord. Sein Rück­zug hat vor­erst kei­ne Wir­kung, weil die Lis­te nicht mehr re­vi­diert wer­den kann. Er kann erst nach der Wahl auf ein even­tu­el­les Man­dat ver­zich­ten.

Wohl nicht für Spit­zen­po­li­ti­ker, aber für al­le an­de­ren wol­len die Grü­nen ei­ne 35-St­un­denWo­che. Mit die­ser For­de­rung schickt Klub­ob­mann Al­bert St­ein­hau­ser den Ge­werk­schaf­ter Mar­kus Ko­za als „Da­vid“in den Kampf ge­gen Go­li­ath für so­zia­le Ge­rech­tig­keit. Ko­za for­der­te ei­ne Ar­beits­zeit­re­du­zie­rung bei vol­lem Lohn­aus­gleich so­wie ei­nen Rechts­an­spruch auf Teil­zeit­ar­beit mit ei­nem Recht auf Rück­kehr in Voll­zeit.

APA

Ha­sel­stei­ner:

„Bin kein So­zi­al­de­mo­krat“

APA

Häupl ver­steht die Auf­re­gung nicht

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