„Har­vey“weckt bö­se Er­in­ne­run­gen

Hun­dert­tau­sen­de fürch­ten um ih­re Exis­tenz. In Loui­sia­na herrscht Angst vor Ka­ta­stro­phe wie bei Sturm „Ka­tri­na“.

Kleine Zeitung Kaernten - - International -

Hur­ri­kan „Ka­tri­na“hat­te En­de Au­gust 2005 ei­ne töd­li­che Spur durch Loui­sia­na und die um­lie­gen­den Staa­ten ge­zo­gen und an die 1800 Men­schen­le­ben ge­for­dert. Mit dem Her­an­na­hen von Tro­pen­sturm „Har­vey“mit bis­her nicht da ge­we­se­nen Re­gen­mas­sen wur­den nicht nur bei den Ein­woh­nern von New Or­leans schlim­me Er­in­ne­run­gen wach: „Wir ar­bei­ten rund um die Uhr, um al­le Pum­pen zu re­pa­rie­ren“, er­klärt Bür­ger­meis­ter Mitch Lan­dri­eu. Auch wenn „Har­vey“bei sei­nem zwei­ten Land­fall, dies­mal in Loui­sia­na, die von „Ka­tri­na“so schwer ge­trof­fe­ne Stadt ver­schont hat – „vom Ha­ken sind wir noch lan­ge nicht“.

Der­zeit ste­hen 107 der 120 Pum­pen von New Or­leans im Ein­satz, um ein Über­flu­ten der Stadt zu ver­hin­dern. Der Bun­des­staat Loui­sia­na hat die Zahl sei­ner Ret­tungs­boo­te und ein­satz­be­rei­ten Hub­schrau­ber ver­dop­pelt, für die Men­schen ste­hen Not­un­ter­künf­te be­reit.

Wäh­rend Loui­sia­na noch hofft, vom Schlimms­ten ver­schont zu blei­ben, kämpft Te­xas wei­ter ge­gen die un­glaub­li­chen Was­ser­mas­sen. Von sei­ner Stär­ke her sei Tro­pen­sturm „Har­vey“nicht au­ßer­ge­wöhn­lich – „das Was­ser, das er vom Oze­an ge­sam­melt hat, kom­me in Te­xas aber ge­ballt her­un­ter, weil er sich nur lang­sam fort­be­wegt“, er­klärt der Wie­ner Wet­ter­ex­per­te Alex­an­der Or­lik das Un­wet­ter­phä­no­men. In Te­xas bleibt die La­ge wei­ter­hin un- über­sicht­lich. Bis­her wur­den rund 30 To­des­fäl­le ge­mel­det, dar­un­ter ein Po­li­zist, der auf dem Weg zum Hoch­was­ser­ein­satz selbst er­trun­ken ist.

„Wenn die Stra­ßen in Te­xas erst ein­mal wie­der pas­sier­bar sind, er­war­te ich ei­nen si­gni­fi­kan­ten An­stieg der To­des­zah­len“, sag­te ein Ge­richts­me­di­zi­ner der „New York Ti­mes“. Hun­dert­tau­sen­de Texa­ner fürch­ten um ih­re Exis­tenz. Mehr als 80 Pro­zent der Be­trof­fe­nen sind nach ei­ner Er­he­bung der „Wa­shing­ton Post“nicht ge­gen Flut­schä­den ver­si­chert. USVer­si­che­rungs­ex­per­ten schät­zen die ent­stan­de­nen Sach­schä­den in­zwi­schen auf ei­nen zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­trag.

„Wir stan­den bis zur Brust im Was­ser“, er­zählt der ge­bür­ti­ge Ös­ter­rei­cher Phil­ipp Sit­ter, der

AP

Eva­ku­ie­rungs­maß­nah­men ge­hen in Te­xas und Loui­sia­na wei­ter

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