Aus Mit­leid fi­nan­zier­te Tull­ne­rin IS-Kämp­fer

Rund 10.000 Eu­ro hat ei­ne 47-Jäh­ri­ge Sch­wa­ger und Neffe nach Sy­ri­en über­wie­sen – sie wur­de ver­ur­teilt.

Kleine Zeitung Kaernten - - Österreich -

Ei­ne 47-Jäh­ri­ge hat am Mitt­woch im Lan­des­ge­richt Linz rechts­kräf­tig ei­ne un­be­ding­te Geld­stra­fe von 1200 Eu­ro und zwölf Mo­na­te be­ding­te Haft we­gen Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung aus­ge­fasst. Sie soll ih­ren Sch­wa­ger und ih­ren Nef­fen, die als IS-Kämp­fer in Sy­ri­en wa­ren, mit 10.894 Eu­ro un­ter­stützt ha­ben. Die An­ge­klag­te gab al­le Vor­wür­fe zu, al­ler­dings stamm­te das Geld nicht von ihr, son­dern von ih­rem Schwie­ger­va­ter, der an der Über­wei­sung ge­schei­tert und sie um Hil­fe ge­be­ten ha­be. Das Geld ha­be sie über­wie­sen, „weil sie mir so leid­ge­tan ha­ben“, be­teu­er­te die ge­bür­ti­ge Ser­bin, die seit 45 Jah­ren in Ös­ter­reich lebt. „Es liegt mir fern, dass ich ir­gend­wel­che In­sti­tu­tio­nen wie den IS un­ter­stüt­ze.“Sie räum­te al­ler­dings ein, dass sie zum Zeit­punkt der Geld­trans­fers be­reits ge­wusst ha­be, dass die Män­ner für den IS kämpf­ten. „Sie wur­den ja schon ge­sucht.“Mitt­ler­wei­le dürf­ten die bei­den aber nicht mehr am Le­ben sein.

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