Di­plo­mat wur­de 70

Kleine Zeitung Kaernten - - Klagenfurt -

Der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Spit­zen­di­plo­mat Wolf­gang Pe­tritsch, Sohn ei­ner zwei­spra­chi­gen Fa­mi­lie aus Ferlach, hat die­ser Ta­ge sei­nen 70. Ge­burts­tag ge­fei­ert. Vor 15 Jah­ren war Pe­tritsch zu die­ser Zeit im Wahl­kampf­fie­ber. Der Kärnt­ner Slo­we­ne und ehe­ma­li­ger Bru­n­oK­reis­ky-Se­kre­tär war Spit­zen­kan­di­dat der SPÖ Wi­en für die Na­tio­nal­rats­wahl und als Au­ßen­mi­nis­ter ge­lis­tet.

Mit dem SPÖ-Wahl­de­ba­kel wur­de dar­aus nichts, Pe­tritsch wur­de Son­der­bot­schaf­ter bei den Ver­ein­ten Na­tio­nen in Genf und war da­nach bis 2013 bei der OECD in Pa­ris tä­tig. Da­vor war er ös­ter­rei­chi­scher Bot­schaf­ter in Bel­grad, EU-Son­der­be­auf­trag­ter für den Ko­so­vo und Ho­her Re­prä­sen­tant für Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na. Dort hat­te der 70Jäh­ri­ge die schwie­ri­ge Auf­ga­be, das Frie­dens­ab­kom­men von Day­ton um­zu­set­zen.

Pe­tritsch gilt als Au­ßen­po­li­ti­k­ex­per­te mit dem Schwer­punkt Süd­ost­eu­ro­pa. Zum jet­zi­gen Na­tio­nal­rats­wahl­kampf meint er laut APA kri­tisch: der sei von al­len klas­si­schen di­plo­ma­ti­schen au­ßen­po­li­ti­schen Fra­gen be­freit. Au­ßen­po­li­tik wer­de nur als Ab­wehr­po­li­tik ge­se­hen, Au­ßen­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Kurz be­trei­be nur In­nen­po­li­tik.

Ex­per­te für Au­ßen­po­li­tik: Wolf­gang Pe­tritsch

TRAUSSNIG

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