Uwe Scheuch muss vor Ge­richt

Ein­spruch ge­gen An­kla­ge ab­ge­wie­sen. Staats­an­walt wirft ehe­ma­li­gem FPÖ-Po­li­ti­ker Amts­miss­brauch vor.

Kleine Zeitung Kaernten - - Kärnten - Jo­chen Ha­bich

Nach dem Pro­zess um die BZÖ-Bro­schü­re zu Jah­res­be­ginn, muss Uwe Scheuch er­neut vor Ge­richt. Die An­kla­ge ge­gen den ehe­ma­li­gen frei­heit­li­chen Po­li­ti­ker ist rechts­kräf­tig. Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Graz hat den Ein­spruch Scheuchs ab­ge­wie­sen.

Die Wirt­schafts- und Kor­rup­ti­ons­staats­an­walt­schaft wirft Scheuch Amts­miss­brauch vor. Er soll Steu­er­geld für den pri­va­ten Wahl­kampf ver­wen­det ha­ben. An­ge­klag­ter Scha­den: 23.000 Eu­ro. Zu ver­dan­ken hat Scheuch die An­kla­ge sei­nem einst engs­ten Mit­ar­bei­ter. Der hat im Au­gust 2015, als An­ge­klag­ter in ei­nem Pro­zess, sei­nen frü­he­ren Chef be­las­tet. Scheuch ha­be ihm die Wei­sung er­teilt, sechs über­höh­te Rech­nun­gen als rich­tig zu be­stä­ti­gen. Rech­nung für die laut WKStA kaum oder kei­ne Leis­tun­gen er­bracht wor­den sind.

Wann der Pro­zess am Lan­des­ge­richt Klagenfurt be­ginnt, ist of­fen. Der­zeit prüft die Ge­ne­ral­pro­ku­ra­tur, der An­walt der Re­pu­blik, den Akt. „Wir prü­fen in der Ent­schei­dung des OLG Graz ei­ne von In­ter­es­se sei­en­de, grund­sätz­li­che Rechts­fra­ge“, sagt Fried­rich Kö­nig, Spre­cher der Ge­ne­ral­pro­ku­ra­tur. Die Prü­fung wer­de ei­ni­ge Ta­ge dau­ern. Für Scheuch gilt die Un­schulds­ver­mu­tung.

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