Kein Sprung­brett

Kleine Zeitung Kaernten - - Leserforum - Mar­kus Kar­ner,

Es ist ei­ne gro­ße Eh­re für Eli­sa­beth Kös­tin­ger von der ÖVP. Sie ist ab so­fort Na­tio­nal­rats­prä­si­den­tin. Viel wird spe­ku­liert, ob es nur ein Durch­zugs­pos­ten auf dem Weg in ein Mi­nis­ter­amt ist. Doch soll­te sie stolz sein, von den Ab­ge­ord­ne­ten zu de­ren Vor­sit­zen­der ge­wählt wor­den zu sein. Ei­ner ih­rer Vor­gän­ger war Leo­pold Figl, wahr­lich ein ganz gro­ßer Po­li­ti­ker der ÖVP und – über al­le Par­tei­gren­zen hin­weg ge­schätzt – Ös­ter­reichs. Von 1959 bis 1962 war er Prä­si­dent des Na­tio­nal­ra­tes und es war für ihn das letz­te po­li­ti­sche Spit­zen­amt im Bund, da­nach war er noch Lan­des­haupt­mann von Nie­der­ös­ter­reich bis zu sei­nem Tod 1965. Das Amt des Na­tio­nal­rats­prä­si­den­ten ist als rei­nes Sprung­brett wirk­lich zu scha­de. Im Geis­te Leo­pold Figls soll­te Kös­tin­ger doch ein­fach in die­sem Amt blei­ben.

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