Ich schau dir in die Au­gen, Klei­nes

Kleine Zeitung Kaernten - - Ihre Meinung - Dipl.-Ju­rist Michael Pfeif­fer, Ca­ro Gutt­ner reporter@ klei­ne­zei­tung.at www.klei­ne­zei­tung.at Eli­sa­beth Flödl,

der le­dig­lich die Mög­lich­keit be­steht, die Ein­tra­gung im Ge­bur­ten­re­gis­ter of­fen­zu­las­sen, war für die Be­trof­fe­nen völ­lig un­be­frie­di­gend. In­ter­se­xu­el­le Men­schen be­grei­fen sich nicht als ge­schlechts­los, son­dern ha­ben ih­rem Emp­fin­den nach ein drit­tes Ge­schlecht, das ne­ben dem männ­li­chen und weib­li­chen be­steht. Da der Zu­ord­nung zu ei­nem Ge­schlecht für die in­di­vi­du­el­le Iden­ti­tät ei­ne her­aus­ra­gen­de Be­deu­tung zu­kommt, muss es für die­se Men­schen die Mög­lich­keit ge­ben, ein drit­tes Ge­schlecht im Re­gis­ter ein­tra­gen zu las­sen.

Das Ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist da­her aus ju­ris­ti­schen, aber vor al­lem aus ge­sell­schafts­po­li­ti­schen Grün­den zu be­grü­ßen. Man kann nur hof­fen, dass es Si­gnal­wir­kung für ganz Eu­ro­pa ent­fal­ten wird. we­sen sei­en. Bei uns je­den­falls nicht!

Ich ver­ste­he den Tier­arzt als je­man­dem, der den Tie­ren hilft, nicht nur wenn sie krank sind, son­dern auch, wenn sie nicht ge­set­zes­kon­form ge­hal­ten wer­den. War­um hat denn nicht schon zu je­nem Zeit­punkt je­mand aus den Rei­hen der Kärnt­ner Tier­ärz­te auf­ge­schrien, als die­se die Be­stands­be­treu­ung für je­ne neun im o.a. Ar­ti­kel an­ge­führ­ten „Schwar­zen Scha­fe“über­nom­men ha­ben? Muss­te da erst Know-how von an­de­ren Bun­des­län­dern zu­ra­te ge­zo­gen wer­den, um im Rah­men der Tier­schutz­kon­trol­len auf­zu­zei­gen, was die Kärnt­ner Be­stand­s­tier­ärz­te schon vor­her der Be­hör­de mel­den hät­ten kön­nen?

Tier­leid ist nicht to­le­rier­bar. Da­her fin­de ich Ihr Mot­to, der „Tier­arzt sei Tier­schüt­zer“lo­bens­wert. Aber viel­leicht hät­te ge­ra­de in Kärn­ten ein Auf­schrei Ih­rer Be­rufs­kol­le­gen vor dem Skan­dal in je­nem Un­ter­kärnt­ner Mast­be­trieb ge­hol­fen, nicht al­le Kärnt­ner Schwei­ne­mäs­ter zu ver­un­glimp­fen. So wä­re den Tie­ren viel Leid er­spart ge­blie­ben. Und Tier­ärz­te und Bau­ern hät­ten end­lich ein­mal an ei­nem ge­mein­sa­men Strang ge­zo­gen!

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