Der Fran­zo­se Da­vid Pois­son starb nach Ski-Trai­nings­un­fall.

Der 35-jäh­ri­ge Fran­zo­se Da­vid Pois­son ist tot. Bei ei­nem Trai­nings­un­fall in Ka­na­da ver­starb der Ab­fahrts­spe­zia­list.

Kleine Zeitung Kaernten - - Vorderseite -

Der fran­zö­si­sche Ab­fah­rer Da­vid Pois­son ist tot. Der 35-Jäh­ri­ge ver­starb nach ei­nem Trai­nings­un­fall im ka­na­di­schen Na­kis­ka in der Pro­vinz Al­ber­ta. Das gab der fran­zö­si­sche Ski­ver­band be­kannt. „Nie­der­ge­schmet­tert von die­ser Nach­richt, tei­len Mi­chel Vi­on, Prä­si­dent, Fa­bi­en Sa­guez, Tech­ni­scher Di­rek­tor, und al­le an­de­ren Mit­glie­der des Teams den Schmerz der An­ge­hö­ri­gen in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten“, heißt es in der Mit­tei­lung des Ver­ban­des. Über die nä­he­ren Um­stän­de des tra­gi­schen Trai­nings­un­falls war zu­nächst nichts be­kannt.

Den größ­ten Er­folg sei­ner Kar­rie­re er­reich­te Pois­son bei der Ski-Welt­meis­ter­schaft 2013 in Schlad­ming. Bei der Ab­fahrt er­reich­te er da­mals sen­sa­tio­nell die Bron­ze-Me­dail­le. Sein De­büt im Ski-Welt­cup fei­er­te der Fran­zo­se eben­falls in Ös­ter­reich. 2004 reich­te es bei der Ab­fahrt in St. An­ton für den da­mals 22-Jäh­ri­gen zum 29. Platz und die ers­ten Welt­cup-Punk­te. Auf das Po­dest ras­te Pois­son im Welt­cup nur ein­mal. Am 29. De­zem­ber 2015 fuhr er bei der Ab­fahrt von San­ta Ca­te­ri­na auf den drit­ten Rang. Vier­te Plät­ze er­reich­te er bei den Klas­si­kern in Kitz­bü­hel und Bor­mio. Ne­ben der Teil­nah­me bei der WM in Schlad­ming nahm Pois­son bei den Welt­meis­ter­schaf­ten in Bor­mio (2005), Val d’Ise­re (2009) und Vail/Bea­ver Creek (2015) teil, zu­dem stand er bei den Olym­pi­schen Spie­len in Van­cou­ver (2010) und Sot­schi (2014) bei ins­ge­samt drei Ren­nen am Start. In den Jah­ren 2005 und 2008 wur­de Pois­son fran­zö­si­scher Meis­ter im Su­per-G. Er war auf die bei­den schnel­len Dis­zi­pli­nen spe­zia­li­siert, star­te­te im Welt­cup aber auch bei drei Kom­bi­na­tio­nen und ei­nem Rie­sen­tor­lauf.

Töd­li­che Un­fäl­le im Ski-Leis­tungs­sport sind sel­ten. Seit dem Jahr 2010 sind nur drei Ski­fah­rer, die den Sport pro­fes­sio­nell aus­üben, da­bei ver­stor­ben – al­le drei Un­fäl­le pas­sier­ten im Jahr 2012. Ver­stor­ben sind da­mals die tür­ki­sche Ski­renn­läu­fe­rin As­li Ne­mut­lu, die bei ei­nem Sturz im Trai­ning für tür­ki­sche Ju­gend­meis­ter­schaf- ten ei­nen Ge­nick­bruch er­litt. Auch die ka­na­di­schen Free­sty­ler Sa­rah Bur­ke und Nick Zo­ri­cic star­ben. Auch Ski­sport­ler aus Ös­ter­reich sind auf der Pis­te töd­lich ver­un­glückt. Ul­ri­ke Mai­er stürz­te 1994 in Gar­misch und kol­li­dier­te mit ei­ner Zeit­mess­vor­rich­tung. Pe­ter Wirns­ber­ger II stürz­te 1992 beim frei­en Ski­fah­ren ge­gen ei­nen Holz­zaun und starb. 1991 er­lag Ger­not Re­in­stad­ler (Be­cken­spal­tung, in­ne­re Ver­let­zun­gen) nach ei­nem Sturz im Ziel­hang der Qua­li­fi­ka­ti­ons­ab­fahrt im Welt­cup in Wen­gen sei­nen Ver­let­zun­gen.

Der 35-jäh­ri­ge Fran­zo­se Da­vid Pois­son ist in Ka­na­da ge­stor­ben

GEPA, APA

2013 ras­te er in Schlad­ming zu Bron­ze in der Ab­fahrt

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