Hu­mor nicht ver­lie­ren

Kleine Zeitung Kaernten - - Leserbriefe - Mag. Sa­bi­ne Bis­ter-Seidl, St. Ja­kob im Ro­sen­tal

„Wenn der Chef nar­ziss­ti­sche Zü­ge hat“, 11. 11.

Wir brau­chen Nar­ziss­mus für un­se­ren Selbst­wert, aber in der rich­ti­gen Do­sis. Für un­se­re ei­ge­ne Stär­kung, nicht für die Zer­stö­rung des an­de­ren. Nar­ziss­mus soll kein an­ge­streb­tes ge­sell­schaft­li­ches Ziel sein und nicht den Zeit­geist prä­gen. Rück­sichts- und Re­spekt­lo­sig­keit so­wie Ab­wer­tung an­de­rer zur Selbst­ver­herr­li­chung und Selbst­zen­trie­rung, al­les ty­pi­sche Nar­ziss­mus­fol­gen, sind kei­ne gu­ten Ent­wick­lun­gen, so meint Rein­hard Hal­ler.

Der Um­gang mit nar­ziss­tisch ge­stör­ten Per­so­nen ge­hört zum Schwie­rigs­ten im mensch­li­chen Zu­sam­men­le­ben über­haupt. Der Nar­ziss­mus in sei­ner Rein­form hat nichts Kon­struk­ti­ves mehr an sich, son­dern ist ei­ne durch und durch de­struk­tiv wir­ken­de Kraft, sagt Hal­ler. Men­schen, die täg­lich mit Nar­ziss­mus kon­fron­tiert sind – be­ruf­lich wie pri­vat – müs­sen die­sen er­ken­nen, sich aus der Au­ra lö­sen und Gren­zen auf­zei­gen, vor al­lem aber den Hu­mor nicht ver­lie­ren, der ih­nen – von die­sen sar­kas­ti­schen und hu­mor­lo- sen Ge­sel­len laut Hal­ler – zeit­wei­se ge­nom­men wird.

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