Mit­ar­bei­ter pri­va­ter So­zi­al­diens­te in Kärn­ten­for­der­nei­nen hö­he­ren Lohn und Ein­füh­rung der 35-St­un­den-Wo­che.

Kärnt­ner Soft­ware-Fir­men ar­bei­ten an Apps, die den Ge­mein­den und ih­ren Bür­gern Ar­beit bzw. All­tag er­leich­tern. Um ins Ge­schäft zu kom­men, müs­sen sie sich zer­ti­fi­zie­ren las­sen.

Kleine Zeitung Kaernten - - Vorderseite - Von Eva Ga­b­ri­el

Nicht mehr der Bür­ger soll lau­fen, son­dern der di­gi­ta­le Akt.“So be­schreibt Pe­ter Stau­ber, SP-Bür­ger­meis­ter von St. An­drä und Kärnt­ner Ge­mein­de­bund-Prä­si­dent, den Vor­teil des neu­en Com­pu­ter­sys­tems für Kärnt­ner Ge­mein­den.

Das Sys­tem hat of­fe­ne Schnitt­stel­len, es lässt sich be­lie­big er­wei­tern, was den gu­ten Ne­ben­ef­fekt hat, dass auch Kärnt­ner Soft­ware­fir­men neue An­wen­dun­gen bzw. Apps „auf­set­zen“kön­nen. Da­mit al­le wis­sen, wor­an sie sind, müs­sen die Fir­men sich zer­ti­fi­zie­ren las­sen. Ges­tern Nach­mit­tag wur­de den ers­ten 13, dar­un­ter die Up­per­cut Group aus Kla­gen­furt, das Gü­te­sie­gel „Di­gi­ta­le Wirt­schaft“ver­lie­hen. Wei­te­re sechs sind noch im Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­zess, ver­si­chert Wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent Jür­gen Mandl.

Die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on von Städ­ten und Ge­mein­den soll nicht nur ih­re Ef­fi­zi­enz stei­gern, son­dern auch Wert­schöp­fung in Kärn­ten ge­ne­rie­ren und den Kärnt­ner Fir­men Re­fe­ren­zen für ih­ren Weg hin­aus aus Kärn­ten mit­ge­ben.

Das Land för­dert laut LHStv. Ga­by Schau­nig (SP) Soft- und Hard­ware-An­schaf­fun­gen für das neue Pro­gramm und über­nimmt 50 Pro­zent der Kos­ten, da­mit die „Zet­tel­wirt­schaft“ein En­de hat, so Schau­nig.

Die Mög­lich­kei­ten für Kärn­tens 132 zu­künf­ti­ge „e-Ge­mein­den“sind man­nig­fal­tig: Ab­ge­se­hen vom di­gi­ta­len Amts­blatt soll in Zu­kunft das kom­plet­te For­mu­lar­we­sen di­gi­ta­li­siert wer­den, eben­so die Ein­sicht­nah­me in Ge­mein­de­rats­sit­zun­gen, die in Echt­zeit ge­streamt wer­den kön­nen, das Bür­ger­kon­to, die Zei­ter­fas­sung, Per­so­nalab­rech­nung, Bau- und Fried- hofs­ver­wal­tung, die Do­ku­men­ta­ti­on von Si­cher­heits-Checks. In den Ge­mein­de­äm­tern von Fin­ken­stein, Nötsch, Vil­lach und Kla­gen­furt wur­den be­reits ers­te smar­te An­wen­dun­gen auf das neue Pro­gramm auf­ge­setzt.

Von ih­ren Er­fah­rungs­wer­ten kön­nen an­de­re pro­fi­tie­ren. Aber: Je­de Ge­mein­de schafft sich nur das an, was sie braucht bzw. sich leis­ten kann.

Leich­ter ha­ben sol­len es auch die Bür­ger, die in Zu­kunft nicht mehr we­gen je­den For­mu­lars auf die Ge­mein­de müs­sen und mehr Ein­blick ge­win­nen kön­nen – die Ge­mein­de als di­gi­ta­les Schau­fens­ter.

Bei der Pro­test­kund­ge­bung am Al­ten Platz un­ter­stri­chen im So­zi­al­be­reich Be­schäf­tig­te

Ga­by Schau­nig und Jür­gen Mandl über­rei­chen Chris­toph Tengg, COO der Up­per­cut Group in Kla­gen­furt, das (ana­lo­ge) Di­gi­tal-Gü­te­sie­gel

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