Die Angst vor dem „Christ­kind“

Über­schwem­mun­gen und Dür­ren wer­den er­war­tet, wenn sich heu­er das Wet­ter­phä­no­men „El Ni­ño“auf­schau­kelt.

Kleine Zeitung Steiermark - - | THEMA -

tel der üb­li­chen Men­ge“, er­klärt Kir­chen­gast. Der El Ni­ño dau­ert rund ein Jahr, der Hö­he­punkt ist um Weih­nach­ten her­um – des­halb der Na­me. Dann ist ins­be­son­de­re vor der Pa­zi­fik­küs­te Süd­ame­ri­kas das Was­ser un­ge­wöhn­lich warm.

Re­kor­de­r­eig­nis

Tat­säch­lich ge­hen die US-Spe­zia­lis­ten der ElNi­ño-For­schung für heu­er von ei­nem der stärks­ten Er­eig­nis­se aus. Wahr­schein­lich über­trifft die­ser ElNi­ño, der im Früh­jahr be­gon­nen hat, so­gar noch die bis­he­ri­gen Re­kord-El-Ni­ños 1997/98, 1982/ 83 und 1972/73. Be­reits jetzt steht fest, dass der Mon­sun in In­di­en et­wa zwölf Pro­zent ge- rin­ger aus­fiel als in ei­nem nor­ma­len Jahr. Der­zeit häu­fen sich im Pa­zi­fik die tro­pi­schen Stür­me: Drei Hur­ri­kans der Ka­te­go­rie vier „le­ben“der­zeit im Pa­zi­fi­schen Oze­an.

Lang­fris­tig vor­her­sa­gen kann man den El Ni­ño zwar nicht, aber wenn er erst ein­mal be­gon­nen hat, „dann kann man ziem­lich genau be­rech­nen, wie er im Ein­zel­nen ab­lau­fen wird“, sagt Kir­chen­gast. Tat­säch­lich gab es 2014 be­reits ei­ne El-Ni­ño-War­nung, doch die Na­tur füg­te sich den Pro­gno­sen nicht. Heu­er wa­ren die Me­teo­ro­lo­gen vor­sich­ti­ger und be­stä­tig­ten das Phä­no­men erst kürz­lich, als es be­reits or­dent­lich ent­wi­ckelt war. Der wei­te­re Ablauf ist nun Kli­ma­for­scher Gott­fried Kir­chen­gast

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