War­um wir den Herbst (trotz­dem) lie­ben

An den Re­kord­som­mer 2015 wer­den wir uns noch lan­ge er­in­nern. Jetzt schau­en wir aber vol­ler Vor­freu­de nach vorn: zu Kür­bis & Co. und ei­nem rau­schen­den Fe­st­rei­gen.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK- THEMA - NI­NA MÜL­LER, UL­RICH DUNST, NOR­BERT SWOBODA

Ir­gend­wann muss­te es ja mal reg­nen – nur zu fol­ge­rich­tig, dass es das zu Herbst­be­ginn macht. Da­bei schleicht sich die der­zei­ti­ge „Kalt­front“ei­gent­lich nur zö­ger­lich ins Land her­ein, auch am Sonn­tag wird es noch Tem­pe­ra­tu­ren bis zu 20 Grad in der Stei­er­mark ha­ben. Zwar könn­te es in der Ober­stei­er­mark am Sonn­tag auch bis 1700 oder 1800 Me­ter her­ab schnei­en, aber vom Win­ter ist na­tür­lich noch kei­ne Spur.

Denn der Herbst ist lang, und da war­ten hof­fent­lich noch ganz an­de­re Wet­ter­la­gen auf uns. Wir kön­nen uns schon jetzt dar­auf freu­en. Und zwar . . . . . . weil die Luft kla­rer und fri­scher ist. „Meist ist es im Herbst sehr sta­bil, die At­mo­sphä­re hat we­ni­ger Was­ser­dampf“, sagt Al­bert Su­dy, Me­teo­ro­lo­ge der Zen­tral­an­stalt. Be­kann­ter Ef­fekt: Die Luft wird kla­rer, der Him­mel „blau­er“, die Sicht wird end­los im Herbst. . . .

Die ex­trem hei­ßen, schwü­len Ta­ge ge­hö­ren der Ver­gan­gen­heit an, gera­de beim Wan­dern und Berg­stei­gen kann man küh­le­re Tem­pe­ra­tu­ren gut ver­tra­gen. Au­ßer­dem sinkt die Ge­wit­ter­häu­fig­keit stark, gera­de auch in hö­he­ren La­gen. Ach­tung aber ab Mit­te Sep­tem­ber: Man­che Berg­hüt­ten ha­ben we­gen der Jagd ge­schlos­sen – am bes­ten recht­zei­tig er­kun­di­gen. . . . weil es wohl ein au­ßer­ge­wöhn­lich gu­ter Wein­jahr­gang wird. Ver­ein­zelt ha­ben die stei­ri­schen Win­zer schon mit der Le­se (für die Sturm­zeit!) be­gon­nen, „so rich­tig geht es En­de nächs­ter Wo­che los“, ver­rät der stei­ri­sche Pa­ra­de­win­zer Ger­hard Wohl­muth. Die Vor­freu­de (vor al­lem bei den Wein­ge­nie­ßern) ist groß. „Denn der heu­ri­ge Jahr­gang hat bis jetzt al­le An­zei­chen, dass es ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Su­per­jahr­gang wird“, pro­gnos­ti­ziert Wohl­muth. Und zwar nicht nur von der Men­ge her, die um ein Vier­tel im Ver­gleich zum Vor­jahr stei­gen dürf­te, son­dern vor al­lem von der Qua­li­tät. So ha­ben die meis­ten Trau­ben auf­grund der Hit­ze schon jetzt über 15 Klos­t­er­neu­bur­ger Zu­cker­gra­de er­reicht – ein Wert, der im feuch­ten Vor­jahr un­er­reich­bar schien. Dass es jetzt küh­ler wer­de, sei eben­falls gut für die Op­ti­mie­rung der Aro­men.

Am Sonn­tag, den 20. Sep­tem­ber, wer­fen sich Stadt und Land in fe­sches Tracht­eng’wand. Das drei­tä­gi­ge „Auf­stei­rern“-Fes­ti­val be­ginnt aber schon am Frei­tag mit der Mo­den­schau „Die Pracht der Tracht“, am Sams­tag lädt das Phil­har­mo­ni­sche Orches­ter Graz zur „volks­mu­si­ka­li- schen Rei­se um die Welt“mit den Seern als Spe­cial Gu­ests.

Der Alt­aus­se­er Ki­ri­tag (5. bis 7. Sep­tem­ber), der Blu­men­kor­so der Stei­ri­schen Blu­men­stra­ße (6. Sep­tem­ber, St. Ka­threin am Of­fe­negg), der Alm­ab­trieb der Li­piz­za­ner (12. Sep­tem­ber, Ma­ria Lan­ko­witz und Köf­lach) so­wie die vie­len an­de­ren Alm­ab­trie­be, der Ai­cher Kir­tag (12. Sep­tem­ber), das Hop­fen- und Wein­le­se­fest (25.–27. Sep­tem­ber, Leut­schach) und und und. . . . weil München so nah ist. Nicht nur schla­gen die Stei­rer ab heu­te vier Ta­ge lang ih­re Zel­te in

Der Herbst in der Stei­er­mark hat viel zu bie­ten. Da fällt der Ab­schied vom Som­mer gar nicht so schwer

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