Zu­la­ge er­hitzt Po­lit-Ge­mü­ter

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ - B. HE­CKE

Wenn es im Ma­gis­trat um Jobs oder Zu­la­gen für Hel­mut Nest­ler geht, se­hen im Rat­haus vie­le po­li­tisch rot. Er stand ja schon mehr­fach im Brenn­punkt hei­ßer Po­lit­de­bat­ten. Der eins­ti­ge Chef der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr hat ja trotz mas­si­ver fi­nan­zi­el­ler Fra­ge­zei­chen in Be­zug auf den Ver­ein zu­nächst den Stadt­rech­nungs­hof nicht Ein­blick neh­men las­sen und bei den Flo­ria­nis im­mer für per­so­nel­le Brand­her­de ge­sorgt. Vor dem Som­mer hat ihn die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr so­gar aus­ge­schlos­sen. Als er einst das Amt des Ka­ta­stro­phen­schutz­re­fe­ren­ten in­ne­hat­te, erstritt er sich 2011 ei­ne Zu­la­ge von 600 Eu­ro für die Ruf­be­reit­schaft, ge­gen die die SPÖ vom Le­der ge­zo­gen hat.

In­zwi­schen hat er das Ka­ta­stro­phen­schutz­re­fe­rat an sei­nen Amts­vor­gän­ger, den einst blau­en Po­lit-Se­kre­tär Wolf­gang Hü­bel, ab­ge­ge­ben. Doch wie­der schril­len bei SP, KP und Grü­nen die Alarm­glo­cken we­gen ei­ner Zu­la­ge, die der Stadt­se­nat be­schlie­ßen soll. Dies­mal geht es um 700 Eu­ro mo­nat­lich – wohl ei­ne Kom­pen­sa­ti­on für das ein­ge­büß­te „Ruf­be­reit­schafts­geld“. Nest­ler selbst will das „nicht kom­men­tie­ren“. FPÖ-Stadt­rat Ma­rio Eustac­chio wird ihm mit sei­ner Zu­stim­mung, die der ÖVP ei­nen Mehr­heits­be­schluss er­mög­licht, die Zu­la­ge aber gön­nen. Ob­wohl er da­hin­ter ei­nen „De­al“wit­tert: „Die Zu­la­ge gibt es, weil er den Ses­sel des Ka­ta­stro­phen­schutz­re­fe­ren­ten ge­räumt hat. Ich stim- me zu, da­mit bei der Feu­er­wehr al­les neu ge­ord­net wer­den kann.“Laut ÖVP-Stadt­rat Ger­hard Rüsch steht Nest­ler die Zu­la­ge zu, weil er bei der Feu­er­wehr ei­ne St­abs­stel­le über­nom­men ha­be.

„Do­nuts in 30 Va­ria­tio­nen gibt es täg­lich“, so In­ha­ber Urs Schaub

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.