In der Hit­ze

30 Grad im Schat­ten und ei­ne ho­he Luft­feuch­tig­keit set­zen die Spie­ler bei den US Open au­ßer Ge­fecht. In der ers­ten Run­de muss­ten be­reits zwölf As­se auf­ge­ben.

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT - ALEX­AN­DER TAGGER

Wenn die Ten­nis-Gla­dia­to­ren am heu­ti­gen vier­ten Tur­nier­tag in Flus­hing Mea­dows auf den Platz mar­schie­ren, wer­den sie nicht nur von er­war­tungs­freu­di­gen Fans, son­dern auch von ei­ner Hit­zeKeu­le in Emp­fang ge­nom­men. Zu­min­dest 91 Fah­ren­heit (das ent­spricht 33 Grad Cel­si­us) sind pro­gnos­ti­ziert. Al­ler­dings ist hier von der Luft­tem­pe­ra­tur im Schat­ten die Re­de, auf den durch die Son­ne er­hitz­ten Hart­plät­zen klet­tert die Tem­pe­ra­tur auf bis zu schweiß­trei­ben­de 40 Grad.

Ge­fähr­li­ches Ge­misch

Was sich für die sich ab­ra­ckern­den Ath­le­ten im Stadt­teil Queens zu der Hit­ze noch er­schwe­rend da­zu­ge­sellt, ist die für die­se Jah­res­zeit in New York ty­pisch ho­he Luft­feuch­tig­keit. Die­se wird heu­te mit 78 Pro­zent wohl auch wie­der ih­ren Tri­but for­dern. So wie in der mitt­ler­wei­le ab­sol­vier­ten ers­ten Run- de der US Open, in der ins­ge­samt zehn Män­ner und zwei Frau­en größ­ten­teils auf­grund des ge­fähr­li­chen Ge­mi­sches aus Hit­ze und Schwü­le vor­zei­tig die Se­gel strei­chen muss­ten.

Zu den pro­mi­nen­tes­ten Op­fern ne­ben Er­nests Gul­bis, Mar­cos Bagh­da­tis und Flo­ri­an Mayer zählt Tha­na­si Kok­kina­kis. Der aus­tra­li­sche Jung­star wur­de in sei­nem Match ge­gen Richard Gas­quet von schwe­ren Krämp­fen ge­plagt, ser­vier­te pha­sen­wei­se be­reits von un­ten und muss­te schluss­end­lich beim Stand von 6:4, 1:6, 6:4, 3:6 und 0:2 nach meh­re­ren Be­hand­lungs­pau­sen völ­lig ent­kräf­tet das Hand­tuch wer­fen.

Apro­pos Hand­tuch: Dies dient den Ten­nis-Ak­teu­ren als zu­min­dest klei­nes Hilfs­mit­tel im Kampf ge­gen die Tem­pe­ra­tu­ren. Ent­we­der die Spie­ler be­de­cken da­mit ih­ren Kör­per oder sie pa­cken Eis­wür­fel hin­ein, ver­pa­cken das Gan­ze zu ei­ner Wurst und le­gen es sich in den Na­cken. Eben­so qua­si über­le­bens­not­wen­dig auf den Plät­zen von Flus­hing Mea­dows: zwi­schen den Ball­wech­seln Schutz na­he den Schat­ten spen­den­den Pla­nen su­chen, mög­lichst viel trin­ken und sein Haupt un­ter ei­nem Kap­perl ver­ste­cken.

Die schlech­te Nach­richt kommt zum Schluss: Am Wet­ter soll sich laut Wet­ter­frö­schen so schnell nichts än­dern, erst am En­de der zwei­ten Wo­che sol­len die Tem­pe­ra­tu­ren auf woh­li­ge 25 Grad fal­len.

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