Ös­ter­reichs Hoff­nung heißt „Ich seh Ich seh“

Fi­na­lis­ten wer­den im Jän­ner be­kannt ge­ge­ben.

Kleine Zeitung Steiermark - - | KULTUR -

WI­EN. Ös­ter­reich schickt den Hor­ror­film „Ich seh Ich seh“von Ve­ro­ni­ka Franz und Se­ve­rin Fia­la ins Ren­nen um den Os­car für den bes­ten nich­teng­lisch­spra­chi­gen Film. Der von Ul­rich Seidl pro­du­zier­te, u. a. mit dem Gro­ßen Preis der Dia­go­na­le aus­ge­zeich­ne­te Film wur­de im Vor­jahr bei den Film­fest­spie­len Ve­ne­dig ur­auf­ge­führt.

Mit dem Ti­tel „Good­night Mom­my“star­tet der von Mar­tin Gschlacht fo­to­gra­fier­te Film am 11. Sep­tem­ber in den USA, nicht zu­letzt, um ei­ne Be­din­gung für ei­ne No­mi­nie­rung zu er­fül­len. Die fünf Fi­na­lis­ten wer­den im Jän­ner be­kannt ge­ge­ben.

Ein gro­ßer Er­folg ist die No­mi­nie­rung auch für die bei­den stei­ri­schen Haupt­dar­stel­ler: Die Zwil­lin­ge Elias und Lu­kas Schwarz (12) stam­men aus Gais­horn und ha­ben sich bei Cas­tings ge­gen 125 an­de­re Zwil­lings­paa­re durch­ge­setzt.

Die 88. Os­car-Ver­lei­hung fin­det am 28. Fe­bru­ar 2016 in Los An­ge­les statt. Im Vor­jahr wur­de „Das fins­te­re Tal“von Andre­as Pro­chas­ka als Kan­di­dat ge­kürt, der Film blieb je­doch in der Vor­aus­wahl auf der Stre­cke. Ös­ter­reich war 2008 und 2013 er­folg­reich. Fünf Jah­re nach­dem Ste­fan Ru­zo­witz­kys Film „Die Fäl­scher“mit dem Aca­de­my Award für den bes­ten nich­teng­lisch­spra­chi­gen Film aus­ge­zeich­net wor­den war, ge­wann Michael Ha­n­eke mit „Lie­be“(„Amour“) den be­gehr­ten Preis.

Das Aben­teu­er scheint in Jons (Domhnall Glee­son) Le­ben ei­ne län­ge­re Pau­se ein­ge­legt zu ha­ben. Der jun­ge Mann spult in ei­ner iri­schen Kle­in­stadt sei­nen Job ab, wohnt bei sei­nen El­tern, hat aber we­nigs­tens noch Träu­me: Er will Pop­mu­si­ker wer­den. Und sam­melt da­für Ma­te­ri­al. Streift durch die Stra­ßen und ver­sucht, je­de All­tags­be­ob­ach­tung auf ihr Song­po­ten­zi­al ab­zu­klop­fen. Doch die Zei­len über die „Frau im ro­ten Kleid“sind nicht we­ni­ger pein­lich als die mu­si­ka­li­schen Her­vor­brin­gun­gen, die über Pla­gia­te nicht hin­aus­kom­men.

Durch Zu­fall be­kommt die­se eher pein­li­che Exis­tenz, die sich für ei­nen be­gna­de­ten Krea­ti­ven hält, ei­ne gro­ße Chan­ce. Vor Jons Au­gen ver­sucht sich der Key­boar­der ei­ner Band na­mens So­ron­prfbs im Meer zu er­trän­ken. Der Sui­zid­ver­such miss­lingt, Jon kann als Er­satz­key­boar­der ein­sprin­gen. Ob­wohl das abend­li­che Kon­zert wahr­lich kein ra­sen­der Er­folg wird, zeigt sich Band­lea­der Frank vom New­co­mer an­ge­tan und gibt die­sem ei­ne wei­te­re Chan­ce. Jon soll in ein ab­ge­le­ge­nes Land­haus mit­kom­men, um ein Al­bum auf­zu­neh­men.

Frank ist der Kopf der Band, trägt die­sen aber un­ter ei­nem rie­si­gen Papp­ma­ché­schä­del ver­bor­gen. Sein ab­so­lu­tes Mar­ken­zei­chen. In der hin­ters­ten iri­schen Pam­pa lernt Jon die üb­ri­gen

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