Se­bergs Rei­se in die Welt der 16 Mu­sik­sti­le

Der Schau­spie­ler Gregor Se­berg (48) plau­dert mit der stei­ri­schen Grup­pe Broad­lahn über Wer­te, Er­folg und das Le­ben.

Kleine Zeitung Steiermark - - | TV & MEDIEN - DA­NI­EL HADLER

S P I E L B E R G M U S I K F E S T I VA L : SALZ­BURG. Für sei­nen Be­such der Volks­mu­sik-Er­neue­rer Broad­lahn tausch­te Schau­spie­ler Gregor Se­berg sei­ne ge­wohn­te braune Ka­ros­se aus der Krimiserie „Soko Do­nau“ge­gen ei­nen schi­cken Ca­dil­lac. Die Kult­kar­re und der aus Graz stam­men­de Schau­spie­ler bil­den den ro­ten Fa­den der fünf Band-Por­träts, die Ser­vus TV an­läss­lich des am Sonn­tag zu En­de ge­gan­ge­nen Mu­sik­fes­ti­vals von Spiel­berg dreh­te.

Schon im Vor­feld des Fes­ti­vals reis­te Se­berg quer durch den Al­pen­raum und traf da­bei auf die nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Band Skol­ka, die neu auf­ge­stell­te Vor­arl­ber­ger Grup­pe HMBC („Vo Mel­lo bis ge Schoppor­nou“) so­wie auf LaBras­sBan­da und Djan­go 3000 aus Bay­ern. Die Klei­ne Zei­tung be­glei­te­te Se­berg bei sei­nem Be­such der stei­ri­schen Grup­pe Broad­lahn, die seit mehr als 30 Jah­ren mit in­no­va­ti­ver, welt­of­fe­ner Volks­mu­sik ihr Gen­re er­neu­ert. Die sechs Mu­si­ker emp­fin­gen Se­berg in ih­rem uri­gen Pro­be­raum im Gra­zer Stif­ting­tal. „Es heißt Broad­lahn, mit der Be­to­nung auf der zwei­ten Sil­be“, stellt Ernst Hu­ber gleich zu Be­ginn des Auf­ein­an­der­tref­fens klar.

In­no­va­ti­ves Ur­ge­stein

Er ist der Kopf der Grup­pe, Sän­ger, Tex­ter und Arzt aus der Ge­mein­de St. Gal­len. Der gro­ße Durch­bruch blieb sei­ner 1982 ge­grün­de­ten For­ma­ti­on bis­lang ver­wehrt, ih­re Ener­gie und mu­si­ka­li­sche Au­then­ti­zi­tät hat sie den­noch nie ver­lo­ren: „Ei­ner der Hö­he­punk­te un­se­rer Kar­rie­re war das Spie­len mit dem Za­win­ul. Er hat sich uns aus­ge­sucht, das war für uns ein Welter­folg“, freut sich Hu­ber noch heu­te über die da­ma­li­ge Zu­sam­men­ar­beit.

Der Be­griff „Welt­mu­sik“ist bei Broad­lahn nicht nur Eti­ket­te, son­dern um­fas­sen­des Pro­gramm und Ethos. Wenn die Grup­pe ih­re Mu­sik er­klin­gen lässt, hört Gregor Se­berg an­däch­tig zu. „Ich ha­be gera­de 16 ver­schie­de­ne Mu­sik­sti­le gleich­zei­tig wahr­ge­nom­men“, sagt er dann mit ehr­li­cher Fas­zi­na­ti­on. Er hö­re in ih­rer Mu­sik ein Sam­mel­su­ri­um an Ein­flüs­sen aus un­ter­schied­lichs­ten Welt­tei­len: „Ist das, weil ihr euch nicht ei­ni­gen könnt?“– „Nein, gera­de weil wir uns ei­ni­gen kön­nen“, ant­wor­tet die Grup­pe uni­so­no.

Für Se­berg geht es nach die­sem Aus­flug in die mo­der­ne Volks­mu­sik wie­der mit „Soko Do­nau“wei­ter. ORF eins zeigt die elf­te Staf­fel ab 15. Sep­tem­ber.

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