Gu­ter

Die sechs­tei­li­ge Sa­ti­re-Se­rie „Sed­witz“se­ziert das ost­deut- sche Le­ben an der Mau­er im Jahr 1988. Ei­ne ab­sur­de po­li­ti­sche Pro­vinz­pos­se mit zu spä­ter Sen­de­zeit.

Kleine Zeitung Steiermark - - | TV & MEDIEN - J ULIA SCHAF­FER­HO­FER

Die Rea­li­tät kam den TV-Pro­du­zen­ten da­zwi­schen: Wäh­rend Un­garn gera­de wie­der Grenz­zäu­ne bau­en lässt, se­ziert die sechs­tei­li­ge ARD-Se­rie „Sed­witz“(ab heu­te 23.30 Uhr und mon­tags im Vor­aus on­line) den Mau­er­fall aus ko­mi­scher bis bit­ter­bö­ser Per­spek­ti­ve. Es geht um das fik­ti­ve ost­deut­sche Dörf­chen Sed­witz im Jahr 1988, das durch die Mau­er ge­teilt wird: in 26 Ein­woh­ner West und 23 Ein­woh­ner Ost. Der Bär steppt an­ders­wo.

Ab­sur­der All­tag

Die Dreh­bü­cher stam­men von Ste­fan Schwarz und dem Wie­ner Paul Ha­ra­ther („In­di­en“, „Die Sch­la­wi­ner“), die die Mau­er ei­nen Spalt weit öff­nen – „da­mit wir se­hen kön­nen, was die Mau­er für den Nor­mal­bür­ger war“, er­klärt Schwarz.

Sie er­zäh­len mit­un­ter aber­wit­zig vom ganz nor­ma­len – ab­sur­den – All­tag an der Gren­ze, vom Schmug­gel in der Pro­vinz, von Af­fä­ren, aber auch von der Lä­cher­lich­keit der Re­geln und der zu­neh­men­den Ohn­macht des Re­gimes kurz vor dem Fall. Die Se­rie frönt mit den Mit­teln der Ost­al­gie à la „Good Bye, Le­nin“oder „Son­nen­al­lee“.

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