Or­bán: „Flucht ist deut­sches Pro­blem“

Un­garns Pre­mier wür­de auch an kroa­ti­scher Gren­ze ei­nen Zaun bau­en.

Kleine Zeitung Steiermark - - FLÜCHTLINGSKRISE -

BRÜSSEL. Un­garns Re­gie­rungs­chef hat ges­tern bei ei­nem Be­such in Brüssel er­neut mit pro­vo­kan­ten Aus­sa­gen für Auf­se­hen ge­sorgt. Zu­nächst mach­te Vik­tor Or­bán Deutsch­land für die ak­tu­el­le Flücht­lings­kri­se ver­ant­wort­lich. „Das Pro­blem ist nicht ein eu­ro­päi­sches Pro­blem, das Pro­blem ist ein deut­sches Pro­blem“, sag­te er in ei­ner Pres­se­kon­fe­renz. Kei­ner der Flücht­lin­ge wol­le in Un­garn blei­ben. Al­le woll­ten nach Deutsch­land. Die deut­sche Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel er­wi­der­te bei ei­nem Be­such in der Schweiz, die Flücht­lings­kri­se sei „ein Pro­blem, das uns al­le in Eu­ro­pa an­geht. Deutsch­land tut das, was mo­ra­lisch und was recht­lich ge­bo­ten ist. Und nicht mehr und nicht we­ni­ger“, sag­te Mer­kel. Or­bán for­der­te von Berlin ei­ne Klar­stel­lung über den Um­gang mit Flücht­lin­gen. Un­garns Pre­mier möch­te laut Kom­mis­si­on von Brüssel ei­ne Not­hil­fe von acht Mil­lio­nen Eu­ro er­hal­ten, um Flücht­lin­ge zu ver­sor­gen.

Bot­schaf­ter ge­la­den

Bun­des­kanz­ler Wer­ner Fay­mann zi­tier­te für heu­te den un­ga­ri­schen Bot­schaf­ter ins Kanz­ler­amt. „Die Gen­fer Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on ist von al­len Staa­ten der EU zu re­spek­tie­ren“, er­klär­te Fay­mann in ei­ner Aus­sen­dung. Am Abend kün­dig­te Or­bán an, er wer­de auch an der Gren­ze zum EU-Mit­glieds­land Kroa­ti­en ei­nen Zaun bau­en, soll­ten die Flücht­lin­ge dort­hin aus­wei­chen.

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