64-Jäh­ri­ger hielt il­le­gal ver­schie­de­ne Wild­tie­re

Der Tro­fai­a­cher wur­de auf frei­em Fuß an­ge­zeigt. Groß­teil der Tie­re wur­de frei­ge­las­sen.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK - ANDRE­AS SCHÖ­BERL- NEGISHI

TRO­FAIACH. Nach­barn des 64Jäh­ri­gen in­for­mier­ten den Tier­schutz­ver­ein über des­sen Wild­tier­hal­tung auf sei­nem Hof. Die Tier­schüt­zer er­stat­te­ten An­zei­ge, weil der Tro­fai­a­cher ei­nen Fuchs, ei­nen Mar­der, Ei­chel­hä­her und ei­nen Ra­ben ge­hal­ten hat­te – il­le­gal und un­ter teils un­zu­mut­ba­ren Be­din­gun­gen.

Nach Rück­spra­che der Tro­fai­a­cher Po­li­zei mit dem zu­stän­di­gen Jä­ger und der Staats­an­walt­schaft Leo­ben wur­de der Fuchs in das Na­tur­schutz­zen­trum Bruck ge­bracht. Die üb­ri­gen Tie­re wur­den frei­ge­las­sen. Der 64-Jäh­ri­ge wird auf frei­em Fuß an­ge­zeigt. „Er hat die Wild­tie­re auf dem land­wirt­schaft­li­chen An­we­sen auf engs­tem Raum ge­hal­ten. Sein Mo­tiv dürf­te auf ei­ne Art Hob­by hi- naus­lau­fen“, so Ernst Ein­öd­ho­fer, Lei­ter der Po­li­zei­in­spek­ti­on. Der Vor­wurf: Ein­griff in frem­des Jagd- und Fi­sche­rei­recht. Straf­rah­men: bis zu sechs Mo­na­te Haft. „Un­ter den Pa­ra­gra­fen fal­len auch Wil­de­rei und Schwarz­fi­schen.“Der 64-Jäh­ri­ge sei we­nig ein­sich­tig ge­we­sen: „Er hat aber den An­wei­sun­gen Fol­ge ge­leis­tet.“

Dem Fuchs ge­he es gut, so Sieg­fried Prinz, Lei­ter des Na­tur­schutz­zen­trums. Und er ha­be be­reits so­zia­le Kon­tak­te zu an­de­ren Füch­sen ge­knüpft. „Er wur­de viel zu eng ge­hal­ten, of­fen­bar auf ein­ein­halb Qua­drat­me­tern, und ist wohl meis­tens auf sei­ner Ru­te ge­ses­sen, die de­for­miert ist.“Prinz hofft, dass der Fuchs bald auf­ge­päp­pelt ist.

Der Fuchs aus Tro­faiach (links) hat sich so­zi­al schon gut in­te­griert

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