Ne­ga­tiv­zin­sen: Ur­teil ge­gen Bank

Kleine Zeitung Steiermark - - | WIRTSCHAFT -

FELDKIRCH. Im Streit um Ne­ga­tiv­zin­sen, die vie­le Ban­ken nicht an ih­re Fremd­wäh­rungs­kre­dit­neh­mer wei­ter­ge­ben wol­len, hat es am Lan­des­ge­richt Feldkirch ein ers­tes Ur­teil ge­ge­ben. Das Ge­richt be­trach­te­te so­wohl die ein­sei­tig fest­ge­setz­te Zins­un­ter­gren­ze als auch die Form der Ver­trags­än­de­rung der Raiff­ei­sen­bank Bo­den­see in die­ser Sa­che als un­zu­läs­sig. Das Ur­teil ist nicht rechts­kräf­tig. Ge­klagt hat­te der VKI. Die Bank hat­te ih­ren Kun­den mit Fremd­wäh­rungs­kre­di­ten im Fe­bru­ar per Brief mit­ge­teilt, „nur den Zin­s­auf­schlag in Hö­he von 1,375 Pro­zent als Min­dest­zins­satz“zu ver­rech­nen, „so­lan­ge der Wert des In­di­ka­tors zum Zins­zah­lungs­ter­min un­ter null Pro­zent“lie­ge. Die Ein­füh­rung ei­ner Zins­un­ter­gren­ze oh­ne gleich­zei­ti­ge Ober­gren­ze ver­sto­ße ge­gen das Ge­bot der Zwei­sei­tig­keit des Kon­su­men­ten­schutz­ge­set­zes, ur­teil­te das Ge­richt.

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