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Kleine Zeitung Steiermark - - MEINE KARRIERE - I NTERVIEW: LU­I­GI HEIN­RICH

Be­trieb um­zu­set­zen.

Am Thea­ter kann es je­doch nicht im­mer streng nach Vor­schrift ge­hen . . . BÄT­TIG: Nein, denn Thea­ter ist ja doch et­was an­de­res als In­dus­trie. Wenn wir zum Bei­spiel über­le­gen müs­sen, wie man nö­ti­gen­falls ei­nen Schau­spie­ler von ei­ner Sei­te auf die an­de­re flie­gen lässt – der­lei pas­siert im nor­ma­len In­dus­trie­all­tag nicht. Da macht man halt Sa­chen, die ei­gent­lich ver­bo­ten sind. Trotz­dem mit ei­ner Vor­ge­hens­wei­se, die al­le Si­cher­hei­ten bie­tet. Sie sind ja auch für die Feu­er­wehr ver­ant­wort­lich. Könn­ten Sie, im Fall des Fal­les, be­ruf­lich auch auf Feu­er­wehr­haupt­mann um­sat­teln? BÄT­TIG: Nein, weil mir die da­für vor­ge­se­he­ne Aus­bil­dung fehlt. Ich bin le­dig­lich für die Ad­mi­nis­tra­ti­on ver­ant­wort­lich.

Ein Brand ist ge­wiss ei­ne der meist­ge­fürch­te­ten Ka­ta­stro­phen am Thea­ter. BÄT­TIG: Des­we­gen muss al­les, was auf der Büh­ne steht, schwer ent­flamm­bar sein, und die Tex­ti­li­en müs­sen im­prä­gniert wer­den.

Die Tech­nik ent­wi­ckelt sich blitz­schnell. Gibt es in Ih­rem Um­feld mo­men­tan neue Pro­jek­te? BÄT­TIG: Nein, weil wir zu­letzt das gan­ze An­triebs- und Steue­rungs­sys­tem über­ar­bei­tet ha­ben. Jetzt läuft al­les elek­trisch. Frü­her hat­ten wir haupt­säch­lich hy­drau­li­sche Ar­beits­tech­nik – und das war oft nicht un­ge­fähr­lich.

Sind Sie schon ein­mal in ei­ner Vor­stel­lung auf der Büh­ne ge­stan­den? Ar­beits­um­ge­bung. Die ist an der Volks­oper mit Mu­sik ver­bun­den, was schön für Jo­han­nes Bät­tigs pri­va­te In­ter­es­sen ist. Fle­xi­bi­li­tät. Bei die­ser Tä­tig­keit ist Viel­falt ge­fragt, zu­dem hat man bei der Mit­ge­stal­tung von neu­en Pro­jek­ten vie­le Frei­hei­ten.

Wenn, dann war ich nicht sicht­bar.

Hat es Sie nie ge­juckt, mit­zu­ma­chen? BÄT­TIG: Hob­by­mä­ßig bin ich auch Mu­si­ker und Sän­ger, denn mei­ne Be­rufs­vor­stel­lun­gen hat­ten einst mit Tech­nik und Mu­sik zu tun. Heu­te bin ich ne­ben­bei Or­ga­nist und Kir­chen­mu­si­ker in Eich­horn bei Zis­ters­dorf, ei­nem 300-Ein­woh­nerDorf, aber mit ei­nem sehr fei­nen Kir­chen­chor. Ich di­ri­gie­re, spie­le Or­gel und Kla­vier. Und wenn sie gera­de kei­nen Te­nor ha­ben, na gut,, dann sprin­ge ich ein.

BÄT­TIG:

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