Wer be­kommt die Ab­fer­ti­gung?

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINE KARRIERE -

Ich ha­be ei­ne Fra­ge zur Ab­fer­ti­gung neu: Wenn es we­der Ehe­part­ner noch ein­ge­tra­ge­nen Part­ner gibt und auch für die Kin­der zum To­des­zeit­punkt kei­ne Fa­mi­li­en­bei­hil­fe mehr be­zo­gen wird, wer be­kommt dann die ein­ge­zahl­ten Be­trä­ge? ANT­WORT: Da­zu er­klärt Wolf­gang Na­gel­schmied, der Lei­ter der Ab­tei­lung für Ar­beits­recht bei der AK: Ge­mäß § 14 Abs. 5 BMSVG ge­bührt die Ab­fer­ti- gung bei Tod des An­wart­schafts­be­rech­tig­ten dem Ehe­gat­ten oder dem ein­ge­tra­ge­nen Part­ner so­wie den Kin­dern des An­wart­schafts­be­rech­tig­ten zu glei­chem Teil, so­fern für die­se Kin­der zum Zeit­punkt des To­des Fa­mi­li­en­bei­hil­fe be­zo­gen wird.

Die auf­ge­zähl­ten Per­so­nen müs­sen den Aus­zah­lungs­an­spruch in­ner­halb von drei Mo­na­ten ab dem Zeit­punkt des To­des ge­gen­über der BV-Kas­se schrift­lich gel­tend ma­chen. Mel- den sich kei­ne An­spruchs­be­rech­tig­ten bin­nen der Frist, fällt die Ab­fer­ti­gung in die Ver­las­sen­schaft ge­mäß § 531 ABGB.

In der von Ih­nen skiz­zier­ten Fall­ge­stal­tung kön­nen sich kei­ne Per­so­nen mel­den, weil die­se nicht an­spruchs­be­rech­tigt sind. Die Ab­fer­ti­gung fällt so­mit wie be­schrie­ben in die Ver­las­sen­schaft und es tritt die ge­setz­li­che Erb­fol­ge ge­mäß § 727 ff ABGB bzw. die tes­ta­men­ta­ri­sche Erb­fol­ge ge­mäß § 552 ff ABGB ein.

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