Red Bull und die Qu­al der Mo­to­ren-Wahl

Die Re­nault-Mo­to­ren von Red Bull stot­tern ge­wal­tig. 2016 soll ein neu­er An­trieb her – Mer­ce­des dürf­te wohl das Ren­nen ma­chen.

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT - KA­RIN STURM, MON­ZA

FOR­MEL 1. Strei­ten sich jetzt am En­de Mer­ce­des und Fer­ra­ri dar­um, wer ab dem nächs­ten Jahr Red Bull mit Mo­to­ren be­lie­fern darf ? Vor al­lem des­halb, um ih­ren po­li­ti­schen Ein­fluss im­mer wei­ter zu ver­grö­ßern? Im Rah­men des Mon­za-GP ließ jetzt Fer­ra­ri-Boss Ser­gio Mar­chion­ne durch­si­ckern, dass Red Bull nun plötz­lich doch die je­wei­li­ge Top­Ver­si­on der Trieb­wer­ke auf neu­es­ter Ent­wick­lungs­stu­fe be­kom­men kön­ne, nicht nur ei­ne BVer­si­on, wie es im Som­mer hieß.

Der Hin­ter­grund ist klar: Es geht dar­um, über ein wei­te­res Top-Team als Mo­to­ren-Part­ner die Macht in der For­mel 1 zu ver­grö­ßern. Wie et­wa in der Stra­te­gie­grup­pe, in der tech­ni­sche und po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen in der For­mel 1 vor­be­rei­tet und oft qua­si ge­fällt wer­den. Der Fa­vo­rit für Red Bull ist aber wohl wei­ter das Mer­ce­des-Trieb­werk – bei der der­zei­ti­gen Über­le­gen­heit der An­triebs­ein­heit der Sil­ber­nen auch kein Wun­der.

Der Mer­ce­des-Vor­stand hat be­reits En­de Ju­li grund­sätz­lich grü­nes Licht ge­ge­ben – „wenn GP von Ita­li­en in Mon­za: 1. Frei­es Trai­ning: 1. Ha­mil­ton (GBR) Mer­ce­des 1: 24,670, 2. Ros­berg (GER) Mer­ce­des 1: 25,133, 3. Vet­tel (GER) Fer­ra­ri 1: 26,258 ... 7. Ric­ci­ar­do (AUS) Red Bull 1: 26,922, 12. Kwjat ( RUS) Red Bull 1: 27,275.

1. Ha­mil­ton 1: 24,279, 2. Ros­berg 1: 24,300, 3. Vet­tel 1: 25,038 ... 13. Ric­ci­ar­do 1: 26,222, 20. Kwjat 1: 28,723. Heu­te: Qua­li­fy­ing (ORF eins, RTL und Sky ab 13.45 Uhr live). die Rah­men­be­din­gun­gen stim­men“. Red-Bull-Mo­to­ren­chef Hel­mut Mar­ko geht auf­grund der In­for­ma­tio­nen, die er von Mer­ce­des-F1-Auf­sichts­rats-Boss Ni­ki Lau­da be­kommt, wohl schon da­von aus, be­reits 2016 ei­nen Mer­ce­des-Mo­tor im Heck des Red Bull zu ha­ben. Für das Zweit­team To­ro Ros­so wird der neue Part­ner nach ei­ner Tren­nung von Re­nault dann aber wohl trotz­dem Fer­ra­ri hei­ßen. Die zeit­wei­se an­ge­dach­te Al­ter­na­ti­ve Hon­da stellt sich nicht mehr – die Ja­pa­ner ste­cken tief in Pro­ble­men und ha­ben die Be­lie­fe­rung wei­te­rer Teams über McLa­ren hin­aus ab­ge­lehnt.

Wor­auf­hin jetzt auch das klei­ne Ma­nor-Team, das lan­ge mit dem Ge­dan­ken lieb­äu­gel­te, im nächs­ten Jahr mit Hon­da-Mo­to­ren zu fah­ren und so et­was wie ein McLa­ren-B-Team zu wer­den, bei Mer­ce­des an­ge­fragt hat, ob man nicht von dort Mo­to­ren be­kom­men könn­te. Was für Mer­ce­des durch­aus at­trak­tiv sein könn­te. Im Zu­ge der Ten­denz, klei­ne­re Teams zu ei­ner Art BTeam für die gro­ßen Wer­ke zu ma­chen (so wie Fer­ra­ri mit dem 2016 neu ein­stei­gen­den HaasRenn­stall), hat­te man ja bei Mer­ce­des schon ein­mal Ähn­li­ches ver­sucht: Wie et­wa mit dem GP2-Team von Ar­den, das ja über Chris­ti­an Hor­ner sehr en­ge Ver­bin­dun­gen zu Red Bull hat. Die FIA hat­te das „Sys­tem“hin­ter die­sen An­trä­gen na­tür­lich durch­schaut und will genau sol­chen „Spiel­chen“wie et­wa der ge­mein­sa­men Nut­zung von Wind­ka­nal-Zeit und Da­ten­aus­tausch ei­nen Rie­gel vor­schie­ben ...

Die Fra­ge: Mit wel­chem Mo­tor gibt Red Bull in der nächs­ten Sai­son Gas?

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