Der Kan­di­da­ten“ ZUR PER­SON

Kleine Zeitung Steiermark - - TV & MEDIEN - I NTERVIEW: CHRIS­TI­AN UDE

AS­SIN­GER: Ich bin ja nicht der Geg­ner des Kan­di­da­ten, son­dern ein Weg­be­glei­ter, der die Fra­gen stellt und mit dem Kan­di­da­ten ge­mein­sam für ei­nen ge­wis­sen Un­ter­hal­tungs­wert sor­gen soll. Drei­mal kam es schon vor, wo­bei der letz­te Fall schon ewig her ist, dass je­mand mit null Eu­ro nach Hau­se ge­gan­gen ist – was ich ja nicht will. So wür­de ich al­les da­für tun, da­mit das nicht pas­siert.

Wie er­klä­ren Sie sich den Dau­er­bren­ner „Mil­lio­nen­show“? AS­SIN­GER: Quiz ge­hört zum Fern­se­hen, seit es Fern­se­hen gibt. Bei der Mil­lio­nen­show ist si­cher die Ein­fach­heit des For­mats ei­nes der Er­folgs­ge­heim­nis­se. Es gab ja un­zäh­li­ge Ver­su­che, den Er­folg zu ko­pie­ren – ob „Ei­ner ge­gen 100“, „Ret­te die Mil­li­on!“und wie sie al­le hei­ßen. Ge­schei­tert! Es gibt auch kein an­de­res Quiz, bei dem so viel Geld aus­ge­spielt wird. Da­zu kommt noch der Kon­kur­renz­ge­dan­ke da­heim auf der Couch, wo man sei­nem Part­ner oder sei­ner Ge­fähr­tin be­wei­sen kann, wie ge­scheit man ist.

Wen hät­ten Sie denn ger­ne bei künf­ti­gen Pro­mi-Spe­zi­al­aus­ga­ben auf dem hei­ßen Stuhl? AS­SIN­GER: Mei­ne Wun­sch­lis­te ist noch lang. Dar­auf ste­hen et­wa Ni­ki Lau­da, Tho­mas Mus­ter, Hans Krankl, Her­mann Mai­er, Lind­sey Vonn, Ka­ta­ri­na Witt. Aber auch ehe­ma­li­ge Po­li­ti­ker wie Franz Vra­nitz­ky wür­den mich rei­zen. Und ei­ne Ele­fan­ten­run­de so­wie­so.

Ih­re Tipps für ei­ne „idea­le“Vor­be­rei­tung der Kan­di­da­ten? AS­SIN­GER: Will man sich um­fas­send vor­be­rei­ten, muss man wirk­lich den Brock­haus durch­ar­bei­ten – wie das zu­letzt der Stu­dent Sto­ckin­ger ge­macht hat ( Mil­lio­när im De­zem­ber 2013, Anm.). Aber es ist na­tür­lich Glücks­sa­che, wel­che 15 Blät­ter vom Fra­gen­baum dir zu­fal­len. Läuft es blöd, sind genau die drei The­men da­bei, bei de­nen du dei­ne blin­den Fle­cken hast. Da­her gibt es nicht den idea­len Rat­schlag. Nicht scha­den kann es frei­lich, sich die ak­tu­el­len Best­sel­ler­lis­ten von Ar­min As­sin­ger, ge­bo­ren am 7. Ju­ni 1964 in Graz. Star­te­te sei­ne ORF-Kar­rie­re 1995 als Kom­men­ta­tor bei Ski­ren­nen. Prei­se: u. a. acht Ro­mys. zeit­ge­nös­si­scher Li­te­ra­tur und Sach­bü­chern an­zu­schau­en so­wie sich bei den Mär­chen fit zu ma­chen. Grimms Mär­chen kom­men im­mer vor! Latein­vo­ka­bel könn­te man auch auf­fri­schen.

Ist das Ka­pi­tel Schau­spie­le­rei ei­gent­lich ab­ge­hakt? AS­SIN­GER: Es hat fünf Jah­re ge­dau­ert, bis wir un­se­re Idee von „Hart an der Gren­ze“als Pi­lot­film um­set­zen konn­ten. Aus­ge­strahlt wur­de er dann 2014 am Ro­sen­mon­tag ge­gen 23 Uhr. Und hat­te zwar ei­ne ex­zel­len­te Quo­te für die­se Uhr­zeit, fiel aber lei­der nicht auf frucht­ba­ren Bo­den bei den Ver­ant­wort­li­chen. So­mit ist die­ses Ka­pi­tel für mich er­le­digt. Es war ein­fach mein Ziel, das bis zu mei­nem 50. Le­bens­jahr ein­mal aus­pro­biert zu ha­ben.

„Sind Sie sich si­cher?“– Ar­min As­sin­ger will kei­nes­falls ein Geg­ner der Kan­di­da­ten sein. Er mach­te bis­her sechs von ih­nen zu Mil­lio­nä­ren, zu­letzt 2013

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