„Je­der Arzt ist ein­ge­la­den, zu hel­fen“

Michael Schenk will ein Netz­werk in­iti­ie­ren, um Flücht­lin­gen kos­ten­lo­se fach­ärzt­li­che Ver­sor­gung bie­ten zu kön­nen.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK -

DIE HILFS­AK­TI­ON GRAZ. „ Wir ha­ben uns ge­fragt, was wir in die­ser dra­ma­ti­schen Si­tua­ti­on tun kön­nen, um zu hel­fen“, er­zählt der Gy­nä­ko­lo­ge Michael Schenk vom Kin­der­wun­sch­in­sti­tut in Dobl. Die Initi­al­zün­dung war die Be­trof­fen­heit von sei­ner Kol­le­gin Ves­na Bje­lic-Ra­di­sic über die Schick­sa­le der Aber­tau­sen­den Flücht­lin­ge, die nach Eu­ro­pa drän­gen.

Die Ant­wort: „Als Ärz­te wol­len wir Asyl­wer­bern me­di­zi­ni­sche Hil­fe an­bie­ten.“Akut­ver­sor­gung sei ja ge­währ­leis­tet, aber ei­nen Zu­gang zu – kos­ten­lo­sen – fach­ärzt­li­chen Un­ter­su­chun­gen und Be­hand­lun­gen wol­le man die­sen Men­schen er­mög­li­chen. Schenk: „Wir wer­den die In­fra­struk­tur un­se­res In­sti­tu­tes nut­zen, die Kon­tak­te zur Phar­ma­in­dus­trie, um Me­di­ka­men­te be­reit­stel­len zu kön­nen und sind auch be­reit, zu Quar­tie­ren zu kom­men.“

Noch steckt das Pro­jekt in den An­fän­gen, müs­sen auch über die Be­hör­den Zu­gangs­mög­lich­kei­ten zu die­sen Men­schen ge­klärt wer­den. Schenk hofft, ein gan­zes Netz­werk spin­nen zu kön­nen: „Al­le Ärz­te im Land sind ein­ge­la­den, mit­zu­hel­fen. Dann kön­nen wir wirk­lich et­was be­we­gen.“

Der Kon­takt zu den Hel­fern in Weiß: die Hot­li­ne (werk­tags, 12 – 14 Uhr) un­ter 0699/155 111 30 oder Mail: hil­fe@kin­der­wunsch-in­sti­tut.at

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