De Mar­chi war top

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT -

wenn die Ita­lie­ner end­lich genau so viel zah­len wie die an­de­ren Ver­an­stal­ter in Eu­ro­pa auch.“

Der For­mel-1-Ka­len­der oh­ne Mon­za, das kann sich kaum je­mand vor­stel­len. Vor al­lem na­tür­lich nicht Fer­ra­ri. Te­am­chef Mau­ri­zio Ar­riv­a­be­ne re­det Kl­ar­text: „Ich ha­be vie­le, vie­le Ma­le ei­nes sehr deut­lich ge­sagt: Es gibt ei­nen Kern der For­mel 1, das ist mei­ner Mei­nung nach Mon­za, Spa-Fran­cor­champs, Hockenheim, Sil­vers­to­ne und Mo­na­co. Da liegt die See­le der For­mel 1 und wir müs­sen sie schüt­zen.“Soll­ten die­se Klas­si­ker aus dem Ka­len­der ge­stri­chen wer­den, gin­ge mit ih­nen viel mehr als nur die Show ver­lo­ren: „Je­de Per­son, die ih­re See­le ver­liert, ver­liert auch ih­re Wur­zeln und ist dann nicht län­ger ein In­di­vi­du­um.“

Mil­lio­nen-Po­ker

Der­zeit wird na­tür­lich von al­len Sei­ten ge­po­kert. Erst ver­kün­de­te die Pro­vinz­re­gie­rung der Lom­bar­dei, auf dem Weg von Steu­er­er­leich­te­run­gen über zehn Jah­re ins­ge­samt 70 Mil­lio­nen Eu­ro als Hil­fe für Mon­za zur Ver­fü­gung zu stel­len, al­ler­dings „nicht für Eccles­to­ne, son­dern für nö­ti­ge In­ves­ti­tio­nen und Mo­der­ni­sie- rungs­maß­nah­men.“Dann mein­te An­ge­lo Stic­chi, der Chef des ita­lie­ni­schen Mo­tor­sport­ver­ban­des ACI: „Ich den­ke, mit et­was Op­ti­mis­mus wird es klap­pen. Wich­tig ist, dass al­le zu­sam­men­ar­bei­ten.“Und der lo­ka­le Ver­an­stal­ter er­klär­te, man be­fin­de sich in den Ver­hand­lun­gen auf ei­nem gu­ten Weg. Prompt schoss der For­mel-1-Boss am Frei­tag zu­rück, dass er das aber an­ders se­he, dass Mon­za bis­her ein­fach nicht be­reit sei, die ent­spre­chen­de Sum­me für das „Pro­dukt, das ich zu ver­kau­fen ha­be, auf den Tisch zu le­gen“.

Füh­ren­de ita­lie­ni­sche Sport­zei­tun­gen ver­kün­den seit Ta­gen, es gin­ge dar­um, dass Mon­za jetzt wie al­le an­de­ren eu­ro­päi­schen Ren­nen 25 statt bis­her 15 Mil­lio­nen Eu­ro zah­len sol­le. Be­trä­ge, die frei­lich ziem­lich weit­ab von der Rea­li­tät sind. Die durch­schnitt­li­che Sum­me, die eu­ro­päi­sche Ver­an­stal­ter be­zah­len, liegt viel eher im Be­reich zwi­schen 12 und 15 Mil­lio­nen – Mon­za hat­te bis jetzt Son­der­kon­di­tio­nen, die deut­lich im ein­stel­li­gen Mil­lio­nen-Be­reich la­gen.

Bei al­lem Po­kern – auch Eccles­to­ne weiß, dass der Ver­lust von Mon­za dem Pro­dukt For­mel 1 gro­ßen Scha­den zu­fü­gen wür­de. Da­her will heu­te auch der ita­lie­ni­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Mat­teo Ren­zi, der zu­letzt ge­gen­über Eccles­to­ne die Pa­ro­le „Hän­de weg von Mon­za“aus­ge­ge­ben hat­te, im Fah­rer­la­ger auf­tau­chen. RAD­SPORT. Der Ita­lie­ner Ales­san­dro de Mar­chi hat bei der Spa­ni­en-Rund­fahrt die Berg­an­kunft der 14. Etap­pe von Vi­to­ria nach Fu­en­te del Chi­vo (215 km) ge­won­nen. Lands­mann Fa­bio Aru bleibt in der Ge­samt­wer­tung vor­an. Ric­car­do Zo­idl (AUT) ist 38.

Die Haa­re blond ge­färbt – aber Le­wis Ha­mil­ton ist der Al­te ge­blie­ben. Er hol­te sich in Mon­za sei­ne 49. „Po­le“

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