Das Glück

Kleine Zeitung Steiermark - - SPORT - HU­BERT GIGLER

Da­vid Ala­ba mit ei­nem fast un­glaub­li­chen Schup­fer er­le­dig­te (8.). Die Schwe­den ant­wor­te­ten mit ve­he­men­ten An­grif­fen, die von ei­ner hell­wa­chen ös­ter­rei­chi­schen Ab­wehr recht­zei­tig im Keim er­stickt wur­den. Und kam der Ball aufs Tor wie bei ei­nem Frei­stoß von Ibra­hi­mo­vic (10.), war Tor­hü­ter Ro­bert Al­mer zur Stel­le. So kam es, dass die sehr ab­ge­klärt wir­ken­den Ös­ter­rei­cher den Schwe­den mit Har­niks 2:0 den nächs­ten Schock ver­setz­ten.

Die Krö­nung

Ös­ter­reichs Mann­schaft ließ sich nicht ab­len­ken von der di­rek­ten Aus­sicht auf das Groß­er­eig­nis, blieb hoch kon­zen­triert, ließ mit be­ein­dru­cken­der Ball­si­cher­heit und prä­zi­sen Pas­ses die Schwe­den ins Lee­re lau­fen und schlug noch­mals zu – die Krö­nung ei­ner gran­dio­sen und eu­ro­pa­meis­ter­schafts­rei­fen Leis­tung. Dass Ibra­hi­mo­vic die Tor­sper­re Al­mers nach 603 Mi­nu­ten brach – nur ein Mi­ni-Wer­muts­trop­fen.

Ein­ge­wech­selt 58% 15 16

Sta­tis­tik 42% 16 16

Ein­ge­wech­selt

Her­bert Pro­has­ka hat viel er­lebt, auch die Er­fah­rung ei­ner ge­lun­ge­nen Qua­li­fi­ka­ti­on. In die­ser Er­in­ne­rung und im ak­tu­el­len Zu­sam­men­hang hob der Jahr­hun­der­tFuß­bal­ler ei­nen nicht ganz un­we­sent­li­chen Er­folgs­fak­tor her­vor. Oh­ne Glück, sagt er, kön­ne ein Land wie Ös­ter­reich nicht er­rei­chen, was ei­ne gro­ße Na­ti­on wie Deutsch­land oder Spa­ni­en leich­ter aus den Fü­ßen beu­telt, näm­lich ei­ne End­run­de und viel­leicht auch ei­ne star­ke Rol­le im Tur­nier.

Tat­säch­lich hat­ten die Al­pen­fuß­bal­ler, wie die Deut­schen ger­ne sa­gen, in die­ser Qua­li­fi­ka­ti­on glück­li­che Mo­men­te. In ei­ni­gen ge­won­ne­nen Spie­len fan­den die Geg­ner Aus­gleichs­chan­cen vor, aber die Füh­rung hielt.

Frü­her wur­de oft das Pech stra­pa­ziert. Doch es be­ruh­te auf bis­wei­len gra­vie­ren­den spie­le­ri­schen De­fi­zi­ten. Den er­for­der­li­chen, enorm ho­hen Glücks­an­teil ein­zu­for­dern, wä­re ver­mes­sen ge­we­sen.

Das hat sich un­ter Mar­cel Kol­ler grund­le­gend ge­än­dert, und auch „Schne­ckerl“weiß die neue fuß­bal­le­ri­sche Klas­se der Ös­ter­rei­cher zu schät­zen. Der Schwei­zer ha­be Groß­ar­ti­ges be­wirkt, stellt der ehe­ma­li­ge Te­am­chef klar. as Glück ist ein Vo­gerl, heißt es, aber es fliegt bis­wei­len auch auf die Rich­ti­gen. Der Tri­umph in Schwe­den war der de­fi­ni­ti­ve Be­weis. Die Ös­ter­rei­cher hal­ten die Do­sis an Glück so ge­ring wie mög­lich. Sie ha­ben es sich er­ar­bei­tet, das Glück ei­ner Eu­ro­pa­meis­ter­schaft. Ganz ehr­lich.

DSie er­rei­chen den Au­tor un­ter

spiel­ten die Ös­ter­rei­cher Schwe­den schwind­lig, dann schleu­der­ten sie ih­ren Te­am­chef ju­belnd in die Luft

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