„Ich will Din­ge ver­än­dern und et­was auf­bau­en“

Am Frei­tag star­ten die Graz 99ers ge­gen Bo­zen zu Hau­se (19.15 Uhr) in das Ren­nen um ei­nen Play-off-Platz. Trai­ner Todd Bjorkstrand spricht über Le­gio­nä­re, Ver­let­zun­gen und sei­ne Lei­den­schaft.

Kleine Zeitung Steiermark - - EISHOCKEY- SAISONSTART - I NTERVIEW: GE­ORG MICHL, KLAUS MOLIDOR

IN­TER­VIEW Das ist mei­ne 14. Sai­son als Trai­ner und zwölf da­von ha­be ich in Dä­ne­mark bei ein und dem­sel­ben Ver­ein ab­sol­viert. In ei­nem Jahr hast du Ver­let­zun­gen, im an­de­ren nicht. Das ist mei­ne Er­fah­rung. Die Spie­ler müs­sen auf sich ach­ten. Nicht nur im Trai­ning. Wie je­der mit sei­nem Kör­per um­geht, ist nicht nur mei­ne Ver­ant­wor­tung, son­dern auch die der Spie­ler. Wir schau­en dar­auf, dass un­se­re Spie­ler gut er­holt und be­reit für Frei­tag sind. Wir wol­len ja nie­man­den fer­tig­ma­chen. Ich will Din­ge ver­än­dern und den­ke lang­fris­tig. Da­zu brau­che ich Spie­ler, die ver­ste­hen, dass man für den Er­folg hart ar­bei­ten muss. Das ist im „rich­ti­gen“Le­ben ja auch so.

Sie ha­ben ge­sagt, dass Sie dank­bar sind, in Graz ei­ne zwei­te Chan­ce er­hal­ten zu ha­ben. Ist es auch die letz­te? BJORKSTRAND: Kei­ne Ah­nung. Das hängt al­les da­von ab, was der Ver­ein will. Ich ver­ste­he schon, dass es ums Ge­win­nen geht. Aber wenn du et­was ver­än­dern willst, musst du durch schwie­ri­ge Zei­ten ge­hen. Da bleibt es nicht aus, dass Spie­ler kom­men und ge­hen.

Kom­men noch Try-out-Spie­ler? BJORKSTRAND: Es ist Teil des Ge­schäfts, al­les aus­zu­wer­ten. Na­tür­lich kann noch et­was pas­sie­ren und na­tür­lich kann es noch Ve­rän­de­run­gen ge­ben. Wir ha­ben jetzt aber ei­nen Kern und soll­te sich noch et­was tun, wird es si­cher nicht mehr viel sein.

Wie lau­tet das Re­sü­mee aus den Test­spie­len? BJORKSTRAND: Die Spie­le wa­ren un­ter­schied­lich. Letz­tes Wo­che­n­en­de ha­ben wir mit vie­len jun­gen Spie­lern ge­spielt. Das war ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit für die Bur­schen. Ge­gen Bo­zen wird es aber an­ders, denn die­ses Spiel müs­sen wir ge­win­nen.

Wer­den wir in die­ser Sai­son mehr jun­ge Spie­ler se­hen als in der Vor­sai­son oder ist der Druck, ge­win­nen zu müs­sen, zu groß? BJORKSTRAND: Sie wer­den ei­ne Chan­ce be­kom­men. Ho­ckey ist ein har­ter Sport, in dem es im­mer Ver­let­zun­gen gibt. Ich ma­che mir kei­ne Sor­gen, dass die Jun­gen nicht zum Spie­len kom­men wer­den. Und schließ­lich ist der Wett- kampf das Bes­te für die Ent­wick­lung. Die, die es ver­die­nen zu spie­len, wer­den auch spie­len.

Kann man Meis­ter wer­den, oh­ne Mil­lio­nen hin­ein­zu­pum­pen? BJORKSTRAND: Oh ja.

Was ma­chen Sie, wenn Sie nicht an Eis­ho­ckey den­ken? BJORKSTRAND: Ich bin ei­ner die­ser Ty­pen, die Eis­ho­ckey im­mer im Hin­ter­kopf ha­ben. Vie­le Leu­te ha­ben mir ge­sagt, du musst dies und das ma­chen. Ich ma­che an­de­re Sa­chen auch, aber ei­gent­lich bin ich ho­ckey­süch­tig. Mei­ne Söh­ne spie­len, ich ha­be selbst lan­ge ge­spielt. Eis­ho­ckey ist das, was ich fast mein gan­zes Le­ben lang ge­macht ha­be.

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