Mär­chen­stoff im Mär­chen­schloss

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT -

Wenn die 13. Fee so rich­tig bö­se ist, dann sorgt sie schon mal da­für, dass ein gan­zes Schloss hin­ter der Dor­nen­he­cke ver­sinkt und al­les in tie­fen, tie­fen Schlaf ver­fällt. Nach 100 Jah­ren end­lich ist der rich­ti­ge Zeit­punkt ge­kom­men, an dem der Mär­chen­prinz sein Dorn­rös­chen durch den be­frei­en­den Kuss auf­we­cken kann.

Für sei­ne ers­te Pro­duk­ti­on als Di­rek­tor des neu for­mier­ten Bal­letts der Oper Graz hat sich Jörg Wei­nöhl die­sen Stoff aus­ge­sucht, um mit ei­ner be­we­gen­den Zu­sam­men­stel­lung von Re­nais­sance- und Ba­rock­mu­sik in „Der Lie­be Schlaf – ein Dorn­rös­chen Bal­lett“das Mär­chen auf be­rüh­rend-poe­ti­sche Wei­se neu dar­zu­stel­len. In Wei­nöhls Cho­reo­gra­fie ge­wäh­ren zeit­ge­nös­si­sches Tanz­vo­ka­bu­lar und klas­si­scher Spit­zen­tanz dem Zu­schau­er ei­nen un­ge­wöhn­li­chen Blick auf das Dorn­rös­chen, und voll­ends ver­zau­bert wird der Be­su­cher, wenn er auf der Büh­ne der Oper sit­zen darf und sich da­bei der Zu­schau­er­raum in ein Mär­chen­schloss ver­wan­delt. Es spielt das Gra­zer Phil­har­mo­ni­sche Orches­ter live un­ter Ro­bin En­ge­len, und als So­lis­ten sind Sieg­lin­de Feld­ho­fer und Mar­tin Four­nier zu hö­ren.

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