Im­mer ganz im Mo­ment sein

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT -

Zu Be­ginn ei­ner Opern-Pro­duk­ti­on muss es „in­tim, ver­trau­ens­voll auf der Pro­be­büh­ne“sein, nur dann ist es laut Da­ni­el Kirch mög­lich, die Zahn­rä­der des Thea­ters so in Be­we­gung zu set­zen, dass die­se in den End­pro­ben op­ti­mal zu­sam­men­grei­fen, so­dass am Abend der Pre­mie­re al­les läuft, man als Sän­ger los­las­sen kann. Für Kirch zählt dann nur mehr eins: „flie­gen“, ganz „im Mo­ment sein“.

Der dra­ma­ti­sche Te­nor ge­hört zu den ge­frag­tes­ten deut­schen Sän­gern auf in­ter­na­tio­na­ler Büh­ne. Er ar­bei­te­te mit Re­gie-Grö­ßen wie Har­ry Kup­fer, Michael Thal­hei­mer, Ro­bert Car­sen und Chris­tof Loy zu­sam­men, sang un­ter Lei­tung u. a. von Clau­dio Ab­ba­do, Zu­bin Meh­ta und Chris­ti­an Thiele­mann. In die­ser Spiel­zeit de­bü­tiert er an der Oper Graz in der Rol­le des Kom­po­nis­ten Fritz in Franz Schrekers Oper „Der fer­ne Klang“(Pre­mie­re am 26. Sep­tem­ber). Die­se Rol­le ist „psy­cho­lo­gisch viel­schich­tig, sie ist in­ten­siv und for­dert mu­si­ka­lisch viel“, so Kirch. „Sie ist ei­ne emo­tio­na­le Fahrt, die man mit all sei­nen Sin­nen durch­lebt. Fritz ist mir als Fi­gur nah.“

Mit al­len Sin­nen beim „Fer­nen Klang“: Da­ni­el Kirch

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