Kei­ne fal­sche Be­schei­den­heit

Kleine Zeitung Steiermark - - | MEIN AUTO - KR

Je­an-Al­bert Gré­go­i­re war nicht bloß ein In­ge­nieur oder ein Er­fin­der. Er war ein Pio­nier. Elek­trof­lit­zer, Tur­bi­nen­fahr­zeu­ge, Volks­au­tos – es gab kaum ein Pro­jekt, dass der Fran­zo­se nicht stemm­te. Und das wuss­te er an­schei­nend, denn er be­nann­te sein Au­to ganz un­be­schei­den nach sich selbst. Gré­go­i­re R hieß der nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­wor­fe­ne Pro­to­typ ei­ner gro­ßen Li­mou­si­ne mit da­mals sehr fort­schritt­li­chem Front­an­trieb, ei­nem was­ser­ge­kühl­ten Vier­zy­lin­der-Bo­xer­mo­tor, mo­der­nem Fahr­ver­hal­ten und üp­pi­gen Platz­ver­hält­nis­sen. Mit die­sem Kon­zept tat er sich mit der Fir­ma Hotch­kiss zu­sam­men und ver­mark­te­te den Wa­gen als Hotch­kiss-Gré­go­i­re. Aber dann gab es am En­de doch et­was, was der ge­nia­le Tech­ni­ker nicht konn­te: näm­lich rech­nen. Sei­ne In­no­va­tio­nen ver­teu­er­ten die Fahr­zeu­ge, so­dass die Pro­duk­ti­on schon 1954 nach 247 Stück en­de­te. Doch Gré­go­i­re gab nicht auf und ent­wi­ckel­te das Fahr­zeug wei­ter und brach­te es 1956 als Gré­go­i­re Sport auf den Markt. Der hielt sich im­mer­hin rund zehn Jah­re in Pro­duk­ti­on – al­ler­dings ent­stan­den in die­ser Zeit nur knapp zehn Stück.

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