Flot­tes Tem­po

Im­mer mehr Bau­un­ter­neh­men wer­ben mit dem Be­griff Fer­tig­haus. Je­doch zu Un­recht. Ei­ne kur­ze Zu­sam­men­fas­sung, was ein „ech­tes“Fer­tig­haus aus­macht.

Kleine Zeitung Steiermark - - | BAUEN & WOHNEN -

Vie­le Kon­su­men­ten schät­zen die Vor­tei­le des Fer­tig­baus. Doch die­se er­ge­ben sich nur in der Kom­bi­na­ti­on ei­nes gan­zen Bün­dels von Rah­men­be­din­gun­gen. Das blo­ße Her­aus­grei­fen ei­nes Ele­ments, wie bei­spiels­wei­se der Fix­preis­ga­ran­tie, macht aus ei­nem Bau­vor­ha­ben noch lan­ge kein Fer­tig­haus. „Den­noch wird im­mer wie­der ver­sucht, At­tri­bu­te des Fer­tig­baus zu ko­pie­ren, oh­ne das Ge­samt­pa­ket der Vor­tei­le an­bie­ten zu wol­len oder zu kön­nen“, be­tont Chris­ti­an Mur­ham­mer, Ge­schäfts­füh­rer des Ös­ter­rei­chi­schen Fer­tig­haus­ver­ban­des. wei­ter, „dass die groß­flä­chi­gen Wand-, De­cken- und Dach­ele­men­te in ei­ner Pro­duk­ti­ons­an­la­ge vor­ge­fer­tigt und in ei­nem mög­lichst ho­hen Vor­fer­ti­gungs­grad auf die Bau­stel­le trans­por­tiert wer­den.“Je hö­her der Vor­fer­ti­gungs­grad ist – z. B. Fens­ter be­reits ein­ge­baut, In­stal­la­tio­nen in den Wän­den – des­to we­ni­ger Ar­bei­ten fal­len vor Ort auf den Bau­stel­len an.

In den Pro­duk­ti­ons­hal­len kann wit­te­rungs­un­ab­hän­gig ge­fer­tigt und ex­akt ver­ar­bei­tet wer­den. „Auch die Qua­li­täts­si­che­rung ist we­sent­lich leich­ter als die Über­wa­chung von Ar­bei­ten auf der Bau­stel­le“, weiß der Fer­tig­haus­ex­per­te. Ge­bäu­de, wel­che den Leis­tungs­um­fang „Aus­bau­haus“un­ter­schrei­ten oder nicht aus vor­ge­fer­tig­ten Ele­men­ten be­ste­hen, dür­fen streng ge­nom­men nicht als Fer­tig­häu­ser be­zeich­net wer­den.

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