Ori­en­tie­rung im Pil­len-Dschun­gel

Wir schau­en auf Ih­re Ge­sund­heit: Die lädt zum Ge­sund­heits­früh­stück mit Ex­per­ten. Dies­mal geht es um ge­fähr­li­che Wech­sel­wir­kun­gen, die ent­ste­hen, wenn man vie­le Me­di­ka­men­te neh­men muss.

Kleine Zeitung Steiermark - - BAUEN & WOHNEN - SON­JA SAURUGGER

Acht Me­di­ka­men­ten­schach­teln ste­hen auf der Kü­chen­ab­la­ge, dar­un­ter ein Blut­druck­sen­ker, ein Mit­tel ge­gen Cho­le­ste­rin und die Schmerz­mit­tel ge­gen das chro­ni­sche Zie­hen im Kreuz. Das Me­di­ka­men­ten­mahl ist an­ge­rich­tet – und die Vor­aus­set­zun­gen für ge­fähr­li­che Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen den ein­zel­nen Me­di­ka­men­ten sind ge­ge­ben. Des­halb wid­met sich das ers­te Ge­sund­heits­früh­stück der Klei­nen Zei­tung nach der Som­mer­pau­se die­sem wich­ti­gen The­ma, das vor al­lem äl­te­re Men­schen be­trifft.

Ab sechs gleich­zei­tig ver­schrie­be­nen Me­di­ka­men­ten spricht man von Po­ly­me­di­ka­ti­on, der Fach­be­griff für die Viel­zahl Ge­mein­sam mit dem Sa­ni­täts­haus Or­tho-Ak­tiv, der stei­ri­schen Ärz­te- und Apo­the­ker­kam­mer und der Ka­ges lädt die Klei­ne Zei­tung zum Ge­sund­heits­früh­stück. Am Sams­tag, 19. Sep­tem­ber, geht es um das The­ma Po­ly­me­di­ka­ti­on: Ab 9 Uhr (Ein­lass 8.30 Uhr) an Arz­nei­mit­teln, die man auf­grund ver­schie­de­ner Er­kran­kun­gen ein­neh­men muss. „Mit je­dem zu­sätz­li­chen Me­di­ka­ment steigt die Wahr­schein­lich­keit, dass die Arz­nei­mit­tel sich be­ein­flus­sen“, sagt Apo­the­ke­rin Alex­an­dra Mandl, ei­ne der bei­den Vor­tra­gen­den beim Ge­sund­heits­früh­stück. Me­di­ka­men­te kön­nen sich in ih­rer Wir­kung ver­stär­ken oder be­ra­ten Sie die Ex­per­ten im Sty­ria Me­dia Cen­ter (Ga­dol­la­platz 1, ge­gen­über der Stadt­hal­le). Ver­bind­li­che An­mel­dung un­ter: www.klei­ne­zei­tung.at/shop oder Tel: 0820 820 101-88. Am 26. Sep­tem­ber kommt das Früh­stück ins LKH Voits­berg. be­hin­dern, was le­bens­be­droh­li­che Fol­gen ha­ben kann (sie­he rechts). Aber nicht nur das: Auch Nah­rungs­mit­tel und die Ve­rän­de­run­gen des Stoff­wech­sels im Al­ter ha­ben ei­nen Ein­fluss dar­auf, wie Arz­nei­mit­tel wir­ken. „Mit dem Al­ter wer­den die Or­ga­ne schwä­cher“, sagt Ger­hard Stark, ärzt­li­cher Di­rek­tor des Kran­ken­hau­ses der Eli­sa­be­thi- nen und des Ma­ri­en­kran­ken­hau­ses Vorau, der zwei­te Ex­per­te am kom­men­den Sams­tag. „Durch ei­ne Nie­ren­schwä­che wer­den die Me­di­ka­men­te nicht mehr ent­spre­chend aus­ge­schie­den und die Do­sis muss an­ge­passt wer­den.“Um un­nö­ti­ge Me­di­ka­men­te oder ge­fähr­li­che Kom­bi­na­tio­nen zu ver­hin­dern, müs­se re­gel­mä­ßig, zu­min­dest jähr­lich, die Me­di­ka­men­ten­lis­te kon­trol­liert und hin­ter­fragt wer­den. „Die größ­te Auf­ga­be ha­ben hier die Haus­ärz­te“, weiß Stark. Ein an­de­rer An­satz ist die „Mul­ti-Pil­le“: meh­re­re Arz­nei­mit­tel in ei­ner Ta­blet­te zu ver­ei­nen und so die Ein­nah­me zu er­leich­tern. „Hier gibt es noch gro­ße Ein­schrän­kun­gen“, sagt Stark. Man kön­ne nicht be­lie­big vie­le Sub­stan­zen in ei­ner Ta­blet­te zu­sam­men­brin­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.