Bla­sen­ent­zün­dung?

Sie be­trifft vor al­lem Frau­en und ist oft ei­ne wie­der­keh­ren­de Pein: die Bla­sen­ent­zün­dung. Was Kei­men die An­sie­de­lung er­leich­tert und war­um Be­trof­fe­ne auf Zi­trus­früch­te ver­zich­ten soll­ten.

Kleine Zeitung Steiermark - - | GESUNDHEIT -

Für vie­le Frau­en ist es ein nur zu gut be­kann­tes Bren­nen: Wenn das Was­ser­las­sen Schmer­zen be­rei­tet und man stän­dig den Drang hat, auf die Toi­let­te zu ge­hen, sind das die ty­pi­schen Sym­pto­me ei­ner Bla­sen­ent­zün­dung. Dass die Zys­ti­tis, so der Fach­be­griff, ein ty­pi­sches Frau­en­lei­den ist, ist ih­rem Kör­per­bau ge­schul­det: Die weib­li­che Harn­röh­re ist viel kür­zer als die des Man­nes, den Bak­te­ri­en wird der Auf­stieg in die Bla­se so­mit sehr leicht ge­macht. Doch wie kann man ei­ner sol­chen Ent­zün­dung vor­sor­gen und was hilft am bes­ten? Karl Pum­mer, Vor­stand der LKHU­ni­k­li­nik Graz für Uro­lo­gie, hat die Ant­wor­ten. „Kei­me be­sie­deln die Harn­we­ge, die Schleim­haut der Bla­se ist ent­zün­det“, er­klärt Pum­mer. Prin­zi­pi­ell gel­te es, zwei Grup­pen zu un­ter­schei­den: die ein­fa­che Bla­sen­ent­zün­dung ge­gen­über ei­nem kom­pli­zier­te­ren In­fekt. Bei Letz­te­rem ist der Ab­fluss des Harns ge­stört: durch ei­nen Bla­sen­stein oder ei­ne Ve­ren­gung der Harn­röh­re. in die Bla­se? beim Ge-

„Meist

pas­siert

es schlechts­ver­kehr, dass Bak­te­ri­en ein­ge­bracht wer­den“, sagt Pum­mer. Die­se ver­meh­ren sich dann im feucht-war­men Mi­lieu der Harn­bla­se. Ein ers­ter Tipp des Ex­per­ten lau­tet da­her: Nach dem Sex soll­ten Frau­en in­ner­halb von 15 Mi­nu­ten die Bla­se ent­lee­ren, um den Bak­te­ri­en die An­sie­de­lung schwer zu ma­chen. Wel­che Ri­si­ko­fak­to­ren gibt es? „Der Haupt­ri­si­ko­fak­tor ist, dass man zu we­nig Flüs­sig­keit auf­nimmt“, sagt Pum­mer. Geht man dann auch noch sel­ten auf die Toi­let­te und lässt den Harn in der Bla­se lan­ge „ste­hen“, bie­tet das idea­le Be­din­gun­gen für die Ver­meh­rung der Bak­te­ri­en. Pa­ti­en­tin­nen mit wie­der­keh­ren­den In­fek­ten emp­fiehlt man da­her das „Pin­keln nach der Uhr“: „Al­le drei bis ma­xi­mal vier St­un­den soll­te man auf die Toi­let­te ge­hen“, sagt Pum­mer. „Das kann ei­ner­seits an ei­nem chro­ni­schen Fehl­ver­hal­ten wie sel­te­nen Toi­let­ten­be­su­chen lie­gen“, sagt Pum­mer. Die Bak­te­ri­en kön­nen sich aber auch an die Bla­sen­schleim­haut an­haf­ten. „Chro­ni­sche In­fek­te müs­sen im­mer vom Arzt ab­ge­klärt wer­den“, sagt Pum­mer.

Was ist bei der Bla­sen­ent­zün­dung ent­zün­det?

Wie kom­men Bak­te­ri­en Wie kommt es da­zu, dass Bla­sen­ent­zün­dun­gen chro­nisch wer­den?

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