Qual­vol­ler Trip durch

Heu­te star­tet in Li­enz wie­der der Be­werb für „die Här­tes­ten un­ter der Son­ne“– der Do­lo­mi­ten­mann. Mit da­bei: ein Gra­zer mit ei­nem Ein­rad.

Kleine Zeitung Steiermark - - | SPORT - MERSIHA KA­SU­PO­VIC

Man sagt, dass der Do­lo­mi­ten­mann der här­tes­te Te­am­be­werb der Welt ist. Er steht für sport­li­che Höchst­leis­tun­gen, Te­am­work, Schweiß und Qua­len, aber auch für Glücks­ge­füh­le und Gän­se­haut. Bei der 28. Auf­la­ge hat die Ver­an­stal­tung nichts von ih­rem My­thos ein­ge­büßt. Heu­te kämp­fen knapp 500 Sport­ler in 118 Teams nicht nur um den Sieg, son­dern auch ge­gen sich selbst und ge­gen die Kräf­te der Na­tur.

Ein Gra­zer sticht trotz­dem her­aus. War­um? Er kommt mit dem Ein­rad zum Red Bull Do­lo­mi­ten­mann in Li­enz. Was so manch ge­stan­de­ner Hob­by­moun­tain­bi­ker als spin­ner­te Idee ab­tut, ist für den Gra­zer Ein­rad­fah­rer Ge­rald Ro­sen­kranz „genau die sport­li­che Her­aus­for­de­rung, die ich ge­sucht ha­be“.

Als der 21-jäh­ri­ge Gra­zer gera­de ein­mal 13 Jah­re alt war, ent­deck­te er sei­ne Be­geis­te­rung für das un­ge­wöhn­li­che Ge­fährt. Sein Hob­by wur­de schnell zu ei­ner ech­ten Lei­den­schaft und im­mer wie­der stellt er sich neu­en Her­aus­for­de­run­gen. „Ich war be­reits zwei Mal als Zu­schau­er beim Do­lo­mi­ten­mann. Als ich ver­gan­ge­nes Jahr dort war, wur­de ich so von der Stim­mung mit­ge­ris­sen, dass ich mir in den Kopf ge­setzt ha­be: Da muss ich mit­ma­chen“, er­klärt Ro­sen­kranz, wie es zu der Idee kam, beim Do­lo­mi­ten­mann am Sams­tag mit dem Ein­rad ins Ren­nen zu ge­hen.

1400 qual­vol­le Hö­hen­me­ter war­ten auf den 21-jäh­ri­gen Stei­rer. Seit ei­nem Jahr trai­niert er nun­mehr schon für den här­tes­ten Te­am­be­werb der Welt. „Vor zwei Wo­chen bin ich die ge­sam­te Renn­stre­cke mit dem Ein­rad ab- ge­fah­ren und war dann drei Ta­ge lang kom­plett fer­tig. Ich ha­be ge­wusst, dass es hart wird, jetzt weiß es mein Kör­per auch“, sagt Ro­sen­kranz.

Für den be­vor­ste­hen­den Do­lo­mi­ten­mann am Wo­che­n­en­de hat er sich den­noch zwei Zie­le ge­setzt. Ei­nes heißt na­tür­lich „durch­kom­men“. Das Zwei­te „nicht der letz­te Moun­tain­bi­ker zu sein“. Ro­sen­kranz: „Ich bin schon irr­sin­nig auf­ge­regt und weiß, dass ich mir viel vor­ge­nom­men ha­be.“

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