Kraft und Mut ge­for­dert

Wolf­gang Mu­chitsch setzt auf Ge­mein­sa­mes.

Kleine Zeitung Steiermark - - KULTUR - RE­FORM­PUNK­TE I NTERVIEW: MICHAEL TSCHI­DA

IN­TER­VIEW Wann ha­ben Sie denn da­von er­fah­ren, dass Sie das Jo­an­ne­um künf­tig al­lein lei­ten sol­len? WOLF­GANG MU­CHITSCH: Don­ners­tag­nach­mit­tag, nach ei­ner 21-St­un­den-Rei­se, ich war ja mit der De­le­ga­ti­on von Bun­des­prä­si­dent Heinz Fi­scher im Iran und hat­te nur drei St­un­den Schlaf – spä­ter kann ich ja viel­leicht ein­mal be­haup­ten, ich war nicht zu­rech­nungs­fä­hig, als ich Ja da­zu sag­te (lacht).

Er­schro­cken über den Auf­trag? MU­CHITSCH: Nein, ich freue mich, es ist ei­ne eh­ren­vol­le Auf­ga­be, das zweit­größ­te Mu­se­um in Ös­ter­reich al­lein füh­ren zu dür­fen. Selbst im größ­ten – im Kunst­his­to­ri­schen Mu­se­um Wi­en – gibt es ei­ne Dop­pel­füh­rung.

Leicht wird es den­noch nicht in Zei­ten knap­per Bud­gets, oder? MU­CHITSCH: Wir ha­ben seit 2011 für das Land 17 Mil­lio­nen Eu­ro ein­ge­spart, ste­hen aber den­noch be­züg­lich In­fra­struk­tur und Per­so­nal gut da. Frei­lich wer­den sich mit Pa­keschs Ab­gang in nächs­ter Zeit Lü­cken auf­tun, aber ich bin über­zeugt, dass wir die Kraft für die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen auf­brin­gen.

Und den Mut, wie Sie sa­gen. MU­CHITSCH: Ja, es ist viel Mut von uns ge­for­dert, aber auch von der Po­li­tik. Ich glau­be nicht, dass es bud­ge­tär in Zu­kunft leich­ter wird. Al­so dür­fen wir auch nicht auf Ret­ter von au­ßen war­ten, wir müs­sen uns sel­ber ret­ten.

Was wird Ih­nen we­sent­lich sein in Ih­rer „Al­lein­re­gie­rung“? MU­CHITSCH: Ge­mein­sam mit den Ab­tei­lun­gen Zie­le er­ar­bei­ten, ver­stärk­te Dia­lo­ge, wert­schät­zen­der Um­gang un­ter­ein­an­der, ei­ne kon­struk­ti­ve Feh­ler­kul­tur. Ge­samt­lei­ter Wolf­gang Mu­chitsch

Um­brü­che im Kunst­haus und an­de­ren Ab­tei­lun­gen des Jo­an­ne­ums ste­hen an

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