Ho­tel und aut­ar­kes Dorf

Der Neu­wirth Wal­ter geht schon wie­der sei­nen ei­ge­nen Weg. Nach Ho­nig­bier und Ur­sprung-Ho­tel sind es nun Cha­lets, die er in Bro­ding­berg baut. Ziel: ein aut­ar­kes Dorf.

Kleine Zeitung Steiermark - - | GRAZ - MICHAEL SARIA

Wenn über ei­ne Per­son ge­tratscht wird und da­bei Vor- und Nach­na­me die Plät­ze tau­schen, kann das Re­spekt aus­drü­cken – oder Kopf­schüt­teln. Bei Wal­ter Neu­wirth trifft bei­des zu. So er­zählt man sich, dass „der Neu­wirth Wal­ter“halt lau­fend schrä­ge Ide­en ha­be. An­de­re zie­hen vor dem 50-Jäh­ri­gen aus Bro­ding­berg bei Eg­gers­dorf den Hut: Weil es sol­che Ty­pen mit Visionen brau­che.

Und da­mit kann Neu­wirth seit Jah­ren die­nen. Die jüngs­te: Je­ne Cha­lets, die er gera­de bau­en lässt, ver­kauft er an Pri­vat­per­so­nen – um dar­aus ar­aus ein klei­nes Dorf f zu ma­chen, das sich so gut es geht aut­ark ver­sorgt.

Der heu­te 50-Jäh­ri­ge be­schrei­tet stets ei­ge­ne We­ge: Als er die Land­wirt­schaft der El­tern über­nimmt und auf Im­ke­rei um­sat­telt; als er be­ginnt, das fast schon ver­ges­se­ne Ho­nig­bier zu brau­en; und als er 2012 sein „Stei­risch Ur­sprung“-Ho­tel er­öff­net, samt Ba­de­wan­nen aus Lär­chen­holz, Zir­ben­holz­bet­ten und Sterz zum

DF­rüh­stück.h Ein An­ge­bot, das sich Tou­ris­ten wie Gäs­te stei­ri­scher Fir­men schme­cken las­sen.

Seit­her hat­ten die Scheib­tru­hen kei­ne Pau­se: Ne­ben dem Ho­tel hat Neu­wirth ei­nen „Brand­hof “nach Vor­bild des Jagd­schlos­ses von Erz­her­zog Jo­hann er­rich­ten las­sen, dort sind Gäs­tesui­ten und Bü­ros un­ter­ge­bracht. Auf dem Hü­gel da­hin­ter ent­ste­hen nun fünf Cha­lets – eben­falls aus na­tür­li­chen Ma­te­ria­len. Um

KLEI­NE ZEI­TUNG SONN­TAG, 13. SEP­TEM­BER 2015 graz@klei­ne

zei­tung.at rund 300.000 Eu­ro ver­kauft er sie, ei­nes sei schon ver­ge­ben, das zwei­te so gut wie. Der Clou: Geht es nach Neu­wirth, sol­len sich die künf­ti­gen Be­woh­ner mög­lichst aut­ark ver­sor­gen – dank Hack­schnit­zel­hei­zung, Fo­to­vol­ta­ik­an­la­ge und Ge­mü­seglas­haus. Da­mit nicht ge­nug: Im Brand­hof plant er ei­ne Volks­kunst­aus­stel­lung und ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit der Gra­zer Kun­st­uni, um zu zei­gen, wie Mu­sik den Ge­schmack von Wein ver­än­dert. Un­ter an­de­rem halt.

Wo­mit wir wie­der beim Trat­schen sind und der Fra­ge, wie „der Neu­wirth Wal­ter“sich das al­les leis­ten kann. Schon 2012 gab er zu, dass er drei Mil­lio­nen Eu­ro ins Ho­tel in­ves­tiert ha­be – „be­zie­hungs­wei­se die Bank“, setz­te er nach. Ja, auch jetzt sei­en wie­der Kre­di­te im Spiel. „Aber die Bank hat eh ih­re Si­cher­hei­ten. Und ich bin so­wie­so da­von über­zeugt, dass das al­les auf­geht. Das ist au­then­tisch und ich schaff ’ was Nach­hal­ti­ges. Das taugt si­cher vie­len Leu­ten. Denn was ha­ben wir da­von, wenn al­les im Le­ben nur ei­ne Gau­di ist, die ver­pufft?!“

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