Ein kru­der Mix

Kleine Zeitung Steiermark - - TV & MEDIEN - CHRIS­TI­AN UDE

Der „Mu­si­kan­ten­stadl“war ei­ne Mar­ke, die man nun schät­zen konn­te oder nicht. Aber was drauf­stand, war auch drin­nen. Die ges­tern aus der Tau­fe ge­ho­be­ne „Stadl­show“ist von an­de­ren Sams­tag­abend­for­ma­ten wie „Car­men Ne­bel“, den „Star­näch­ten“oder den di­ver­sen „Fes­ten“von Flo­ri­an Sil­be­rei­sen kaum mehr zu un­ter­schei­den. Na­tür­lich kann man das Rad nicht neu er­fin­den.

Für das ehe­ma­li­ge Stamm­pu­bli­kum von Karl Moik und An­dy Borg war es wohl ei­ne kru­de, al­so un­ver­dau­li­che Mu­sik­mi­schung. Na­tür­lich än­dern sich die Zei­ten, und man muss, um ei­nen Phi­lo­so­phen wie DJ Öt­zi zu zi­tie­ren, „fle­xi­bel sein“, aber der Stil­mix bei der Pre­mie­re (vom an­ge­staub­ten Bay­ern Wolf­gang Fie­rek über ei­nen Schwarz­wäl­der Tom Jo­nes bis zu den Il­lu­sio­nis­ten „Ehr­lich Bro­thers“) drück­te vor al­lem ei­nes der Sen­dungs­ma­cher aus: Wir wol­len uns ver­än­dern, trau­en uns aber nicht ganz. in Pre­mie­ren­ge­win­ner: Der deut­sche Gast­ge­ber Alex­an­der Maz­za, un­ver­krampft und nie zu an­bie­dernd, hat sich für wei­te­re Auf­ga­ben bei ARD und ZDF emp­foh­len. Mo­de­ra­ti­ons­kol­le­gin Fran­ci­ne Jor­di aus der Schweiz hat oh­ne­hin ih­re „pa­ra­die­si­sche“Schla­ger­kar­rie­re. Ob­wohl der Stadl ja ei­ne rot-weiß-ro­te Er­fin­dung ist, hat der ORF selbst ja kei­nen Mo­de­ra­tor ge­fun­den.

ESie er­rei­chen den Au­tor un­ter

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