Graz rüs­tet sich für den An­sturm

1000 in Hal­le in We­b­ling, Platz für 1000 bei Schwarzl.

Kleine Zeitung Steiermark - - FLÜCHTLINGSKRISE -

GRAZ. Die Mel­dungs­la­ge war dif­fus, die Vor­be­rei­tun­gen und die Su­che nach Ka­pa­zi­tä­ten zur Un­ter­brin­gung von Flücht­lin­gen in Graz und der Stei­er­mark lie­fen ges­tern auf Hoch­tou­ren. Bis zum Abend ka­men rund 1000 Flücht­lin­ge von der un­ga­ri­schen Gren­ze in Heiligenkreuz nach Graz. Sie wur­den über Nacht in Gra­zWe­b­ling in der ehe­ma­li­gen Prak­ti­ker-Bau­markt­hal­le und an­de­ren eins­ti­gen Ge­schäfts­flä­chen des Eu­ro-Shop­ping-Cen­ters un­ter­ge­bracht und von Dut­zen­den Hel­fern des Ro­ten Kreu­zes ver­sorgt. Bis zu 1500 Men­schen kön­nen in die­sem Not­quar­tier blei­ben, hieß es. „Fast al­le wol­len wei­ter nach Deutsch­land“, sagt Va­len­tin Krau­se vom Ro­ten Kreuz. Man­che gin­gen auf ei­ge­ne Faust ins Zen­trum und dann wohl Rich­tung Haupt­bahn­hof. Ins­ge­samt sol­len sie höchs­tens 48 St­un­den in Graz blei­ben und dann wei­ter­rei­sen.

Am Abend be­gann man auch mit den Ad­ap­tio­nen der Stei­er­mark-Hal­le beim Schwarzl-Frei­zeit­zen­trum in Unterpremstätten-Zett­ling. Wolf­gang Di­ha­nits vom Ar­bei­ter-Sa­ma­ri­ter­bund: „Hier rich­ten wir in der Nacht rund 1000 Plät­ze ein, das ist aber das Ma­xi­mum.“Die­se 1000 Men­schen wa­ren dann für die Zeit ab 23 Uhr avi­siert. Vi­ze-Lan­des­po­li­zei­chef Man­fred Ko­me­ri­cky be­kräf­tigt: „Die Su­che nach Plät­zen im gan­zen Land läuft wei­ter.“

Das Ro­te Kreuz hat in Graz die Be­treu­ung von vor­erst 1000 Flücht­lin­gen über­nom­men. Auch beim Schwarz­lF­rei­zeit­zen­trum steht ein Quar­tier be­reit

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.