Wie­so es 34 Bims nicht schaff­ten

Wir ha­ben mit der Hol­ding Graz ge­wet­tet, dass gera­de zu Schul­be­ginn mehr als zehn Bims verspätet sein wer­den. Es wa­ren drei Mal mehr. Die gu­ten Grün­de da­hin­ter.

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ - THO­MAS KUHELNIK

Der Schul­be­ginn sorg­te schon in al­ler Früh für ein or­dent­li­ches Ge­wu­sel am Ja­ko­mi­ni­platz. Vie­le Kin­der und Ju­gend­li­che roll­ten mit den Stra­ßen­bah­nen zu den Schu­len – und ka­men auch recht­zei­tig an. Wer erst nach dem Läu­ten in der Klas­se ein­ge­trof­fen war, konn­te sich nicht auf den öf­fent­li­chen Ver­kehr raus­re­den. Zwar fuh­ren zwölf Gar­ni­tu­ren fühl­bar zu spät los (sie­he links). Den­noch be­trug das Ma­xi­mum an Bim-Ver­spä­tung „nur“drei Mi­nu­ten. Gleis­par­ker oder Staus wa­ren sicht­lich kein Pro­blem. Po­si­tiv: Auch auf den Bau­stel­len wur­de man recht­zei­tig vor Schul­be­ginn fer­tig.

Auf­fäl­lig war aber doch, dass zwi­schen halb sie­ben und halb acht Uhr gleich 22 der 103 Fahr­ten über den „Ja­ko“erst mit ei­nem ein­mi­nü­ti­gen Rück­stand an­ge­tre­ten wer­den konn­ten. Manch ei­ner mit ver­schla­fe­nem Blick dank­te es viel­leicht, wenn er auf die schon ver­passt ge­glaub­te Bim doch noch auf­sprin­gen konn­te. In­ter­es­sant auch – sechs Stra­ßen­bah­nen fuh­ren ei­ne hal­be Mi­nu­te zu früh los.

Ver­spä­tun­gen um ei­ne Mi­nu­te sei­en kaum ver­hin­der­bar, er­klärt man bei den Graz-Li­ni­en: „Aber die­se Zeit lässt sich meist auf­ho­len.“Sol­che Ver­zö­ge­run­gen ent­stün­den oft beim Ein- und Aus- stei­gen. Wie schaut es dann bei den drei deut­lichs­ten Ver­spä­tun­gen aus? Drei Mi­nu­ten Rück­stand gab’s et­wa bei ei­ner Fahrt der Li­nie 1: Hier sei­en ro­te Am­peln ver­ant­wort­lich ge­we­sen. Eben­falls drei Mi­nu­ten nach Plan fuh­ren zwei 5er nach An­dritz ab. Die Hol­ding forsch­te nach: Je­ne Bim mit Pl­an­zeit 6.30 Uhr muss­te bei der Am­pel Stey­rer­gas­se/Con­rad­von-Höt­zen­dorf-Stra­ße hin­ter dem In­di­vi­du­al­ver­kehr war­ten. Und je­ne um 6.43 Uhr sei drei Mi­nu­ten verspätet in Pun­ti­gam los­ge­fah­ren. Der Len­ker war­te­te noch auf die an­kom­men­den Fahr­gäs­te der S-Bahn – gut so.

Am Sonn­tag wet­te­ten wir frech, dass zehn Bims zu spät kom­men wer­den

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