„Ent­wick­lung nicht sehr er­freu­lich“

Die Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät Graz fiel beim in­ter­na­tio­na­len QS-Ran­king auf Platz 431 zu­rück.

Kleine Zeitung Steiermark - - | STEIERMARK - NOR­BERT SWOBODA

Es ist ei­ne schwie­ri­ge Zeit für hei­mi­sche Uni­ver­si­tä­ten zu Se­mes­ter­be­ginn: Al­le paar Ta­ge tru­deln neue in­ter­na­tio­na­le Ran­kings her­ein, und die rot-weiß­ro­ten Hoch­schu­len sind nur weit hin­ten auf­zu­fin­den. So auch beim jüngs­ten „QS World Uni­ver­si­ty Ran­king“, das ges­tern vor­ge­stellt wur­de. Zwar konn­te sich mit der TU Wi­en ei­ne zwei­te hei­mi­sche Uni (ne­ben der Uni Wi­en) un­ter die Top 200 ge­sel­len, da­für fie­len die an­de­ren zu­rück. Die Gra­zer Uni­ver­si­tät fiel ge­gen­über 2012 von Platz 373 auf den Platz 431 zu­rück oder Inns­bruck von 276 auf 295.

Chris­ta Neuper, Rek­to­rin der Gra­zer Uni­ver­si­tät: „Die Ent­wick­lung ist nicht sehr er­freu­lich, aber man muss auch zwi­schen den ein­zel­nen Ran­kings dif­fe­ren­zie­ren.“So sei man im Ley­den-Ran­king, das stär­ker die For­schung be­rück­sich­ti­ge, im­mer­hin auf Platz 169 ge­reiht.

Doch die Grün­de lie­gen na­tür­lich tie­fer: „Gera­de in Asi­en wird in die Unis mas­siv in­ves­tiert. Wir sind froh, dass wir bei der Be­treu­ungs­re­la­ti­on der Stu­die­ren­den nicht schlech­ter ge­wor­den sind, ob­wohl wir in den letz­ten zehn Jah­ren von 22.000 auf 32.000 Hö­rer ge­wach­sen sind.“So­lan­ge es den frei­en Hoch­schul­zu­gang für al­le ge­be und so lan­ge man viel ge­rin­ge­re Bud­gets ha­be, sei man in ei­ner schlech­ten Po­si­ti­on ge­gen­über den Top-Uni­ver­si­tä­ten. Au­ßer­dem wach­se die Zahl der Uni­ver­si­tä­ten welt­weit an. „An­ge­sichts die­ser Um­stän­de ist es groß­ar­tig, dass wir die Po­si­ti­on hal­ten kön­nen“, so Neuper. Man müs­se ja be­den­ken, dass man un­ter den bes­ten zwei Pro­zent al­ler Uni­ver­si­tä­ten sei.

„Wir neh­men die Ran­kings sehr ernst, aber ich hal­te es für un­an­ge­bracht, zu ver­su­chen, kurz­fris­tig ge­gen­zu­steu­ern.“Es sei klar er­kenn­bar, dass gro­ße Unis ei­nen Vor­teil ha­ben. Rein rech­ne­risch wür­de man in Graz schon ganz an­ders da­ste­hen, wenn die Uni Graz, die TU Graz und die Me­di­zin-Uni als ge­mein­sa­me In­sti­tu­ti­on auf­trä­ten.

„Wir in­ves­tie­ren der­zeit viel in Maß­nah­men zur Nach­wuchs­för­de­rung. Aber das wird sich erst in Jah­ren aus­wir­ken“, sagt Neuper.

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