Nur Frie­den führt zum Glück

Die wah­ren Pro­ble­me, wie die Asyl­kri­se, pa­cke die EU nicht rich­tig an, kri­ti­sie­ren Le­ser.

Kleine Zeitung Steiermark - - | LESERFORUM - Mag. Eli sa­beth Krenn, Je nners­dorf

Wie er­klärt sich die Tat­sa­che, dass die EU sich erst jetzt zö­ger­lich mit dem Pro­blem Flücht­lings­strom und Völ­ker­wan­de­rung be­schäf­tigt? Grie­chen­land und Ita­li­en wur­den seit Mo­na­ten mit der Flücht­lings­tra­gö­die al­lein­ge­las­sen. Dass sich Deutsch­land und Ös­ter­reich bei der Be­wäl­ti­gung der Flücht­lings­strö­me selbst über­for­dern, scheint der EU kei­nen Kom­men­tar wert zu sein. Das mensch­li­che Leid weckt le­dig­lich bei den vie­len frei­wil­li­gen Hel­fern Mit­ge­fühl und Ver­ant­wor­tung.

EU, wo bist du??? Sind dir Pro­fi­te durch TTIP so wich­tig, dass an­de­re Pro­ble­me auf der Stre­cke blei­ben? Haupt­sa­che, dei­ne Po­li­ti­ker und Mit­ar­bei­ter neh­men sich zu­las­ten des Vol­kes im­mer mehr und be­schäf­ti­gen sich spie­le­risch-kind­lich mit Agen­den wie Uhud­ler­re­ben-Ver­bot, Krüm­mung der Gur­ken, Zu­las­sung der 25-m-Gi­ga­li­ner in Mit­tel­eu­ro­pa, Glüh­bir­nen­ver­bot, Be­zeich­nung von Mar­me­la­de usw. Für die Lö­sung der wirk­li­chen Pro­ble­me bist du zu fei­ge! Das „Pro­blem Flücht­lin­ge” ge­hört an der Wur­zel an­ge­packt und nicht durch Sym­ptom­be­kämp­fung er­leich­tert. IS (und al­le ter­ro­ris­ti­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen wie Bo­ko Ha­ram und Al Kai­da) ge­hö­ren be­kämpft, dann könn­ten über 50 Mil­lio­nen Men­schen (Sy­ri­en und Irak) in ih­rer Hei­mat blei­ben, wo sie ger­ne blei­ben wür­den! Al­so lie­be EU, nur Frie­de – nicht Geld für die EU-Funk­tio­nä­re und Wirt­schafts­kon­zer­ne – führt zum Glück des Vol­kes und der Welt­be­völ­ke­rung! Es sind wohl die ein­fachs­ten An­sät­ze, die von der Po­li­tik nicht er­kannt wer­den oder er­kannt wer­den wol­len.

Seit Jah­ren herrscht Bür­ger­krieg in Sy­ri­en und Ter­ror in Afri­ka, mit über­füll­ten Flücht­lings­la­gern in den Nach­bar­staa­ten der ter­ro­ri­sier­ten Län­der – je­doch kei­ne an­ge­mes­se­ne EU-Re­ak­ti­on!

Seit Jah­ren flüch­ten Men­schen mit Schlep­per­hil­fe und sons­ti­gen Dra­men übers Mit­tel­meer in eu­ro­päi­sche Rand­staa­ten und wer­den in al­lein­ge­las­se­nen Ein­zel­staa­ten auf­ge­fan­gen – je­doch kei­ne an­ge­mes­se­ne EU-Re­ak­ti­on!

Die un­pro­fes­sio­nel­le Vor­gangs­wei­se bei der Zu­tei­lung der Flücht­lin­ge in die Bun­des­län­der Ös­ter­reichs ist ein wei­te­res Zei­chen von Di­let­tan­tis­mus und feh­len­der So­li­da­ri­tät.

Dass nur ei­ne gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung und so­mit so­li­da­ri­sche Las­ten­tei­lung über die Ge­samt­be­völ­ke­rung – gleich­wohl ob EU oder Ein­zel­staat – das Ge­bot der St­un­de ist, ver­steht ein Groß­teil der Bür­ger.

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