Sehr hu­mor­voll er­lebt“

Kleine Zeitung Steiermark - - TV & MEDIEN - I NTERVIEW: MAR­TIN WEBER

nen An­ge­le­gen­hei­ten schon sehr hu­mor­voll er­lebt.

Wie drückt sich ihr Hu­mor aus? BER­BEN: Las­sen Sie es mich so sa­gen: Sie ist im per­sön­li­chen Um­gang ein­fach viel lo­cke­rer als bei hoch­of­fi­zi­el­len An­läs­sen, wo je­des ih­rer Wor­te auf die Gold­waa­ge ge­legt wird.

Sind Sie als Fe­mi­nis­tin stolz dar­auf, dass der mäch­tigs­te Po­li­ti­ker im Land ei­ne Frau ist? BER­BEN: Als Fe­mi­nis­tin im alt­her­ge­brach­ten Sin­ne wür­de ich mich zwar nicht gera­de be­zeich­nen (lacht). Aber als eman­zi­pier­te Frau bin ich vor al­lem stolz dar­auf, dass das völ­lig nor­mal ist und es kei­ne Dis­kus­si­on mehr dar­über gibt, ob die­ses Amt jetzt ein Mann oder ei­ne Frau aus­übt. Wir sind an ei­nem Punkt, an dem wir sa­gen kön­nen: Das ist völ­lig selbst­ver­ständ­lich. Das ge­fällt mir, auch wenn wir in vie­len an­de­ren Fäl­len noch lan­ge nicht von wirk­li­cher Gleich­be­rech­ti­gung spre­chen kön­nen.

Wür­den Sie ger­ne mit An­ge­la Mer­kel tau­schen? BER­BEN: Auf gar kei­nen Fall. Und zwar, weil ich glau­be, dass die Mög­lich­kei­ten des Han­delns für Po­li­ti­ker heut­zu­ta­ge stark ein­ge­engt sind. Man sieht das zum Bei­spiel an Oba­ma. Und weil ich glau­be, dass ei­nen die Po­li­tik auch ver­biegt. Da­zu kommt die im­men­se Ver­ant­wor­tung, die Leu­te wie Mer­kel ha­ben und die man nicht un­ter­schät­zen darf.

Die Kanz­le­rin, die Sie in der Ko­mö­die spie­len, er­in­nert in vie­lem an An­ge­la Mer­kel. Wa­ren die Pe­rü­cke und die bun­ten Bla­zer, die Sie in der Rol­le tra­gen, arg ge­wöh­nungs­be­dürf­tig? BER­BEN: Ach, es war ein­fach herr­lich, in die­se Rol­le zu schlüp­fen. Die­ser Zau­ber der Mas­ke­ra­de hat mich an al­te „Sketch­up“-Zei­ten er­in­nert, das war wirk­lich schön. Als Schau­spie­ler bist du na­tür­lich be­geis­tert, wenn du dich in ei­ne ganz an­de­re Fi­gur ein­füh­len darfst. Je wei­ter weg die ist, des­to mehr Spaß macht es. Da­bei muss man na­tür­lich höl­lisch auf­pas­sen, dass kei­ne Ka­ri­ka­tur dar­aus wird.

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Wur­den die Bla­zer für Sie ge­näht oder wa­ren sie von der Stan­ge? BER­BEN: Die wa­ren al­le von der Stan­ge. Das spart Pro­duk­ti­ons­kos­ten.

Nor­ma­ler­wei­se tra­gen Sie aber nichts von der Stan­ge, oder? BER­BEN: Na­tür­lich, was glau­ben Sie denn? (lacht) Bei Klei­dung geht es ja nicht in ers­ter Li­nie um Maß­an­fer­ti­gung oder von der Stan­ge, son­dern dar­um, dass man ei­nen ei­ge­nen Stil fin­det.

Hal­ten Sie sich an Dress­codes? BER­BEN: Im­mer. Das hat et­was mit Re­spekt zu tun, und wenn ich ins Thea­ter oder auf ein Fest ge­he, dann zie­he ich mich dem­ent­spre­chend an. Das ist man doch den Schau­spie­lern auf der Büh­ne schul­dig, dass man sagt: Für die­sen be­son­de­ren Abend ma­che ich mich ein biss­chen fein.

Glau­ben Sie, dass An­ge­la Mer­kel der Film ge­fällt? BER­BEN: Das weiß ich nicht, aber da sie viel Hu­mor hat, könn­te ich es mir vor­stel­len. Viel­leicht amü­siert sie sich ja da­bei.

Iris Ber­ben schlüpf­te in die Rol­le der deut­schen Bun­des­kanz­le­rin

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