Ein Ge­schenk

Kleine Zeitung Steiermark - - TV & MEDIEN - CHRIS­TI­AN UDE

Die letz­te Kon­se­quenz fehlt lei­der: Da nimmt sich das ZDF in „Ler­chen­berg“so wun­der­bar selbst auf die Schau­fel, ver­räumt die Per­le je­doch spät­nachts (heu­te um 23 Uhr, Fol­ge zwei am 21. 9. um 0.10 Uhr). Soll man im Zwei­ten al­so erst ge­gen Mit­ter­nacht la­chen?

Der Ti­tel liegt auf der Hand: Was der Wie­ner Kü­nigl­berg für den ORF, ist der Main­zer Stadt­teil Ler­chen­berg für das ZDF. Dort mi­schen sich in die­ser herr­li­chen, re­spekt­lo­sen Pos­se rea­le Cha­rak­te­re, et­wa Sascha Hehn oder Iris Ber­ben, mit fik­tio­na­lem Per­so­nal, das den TV-Bos­sen weh­tun könn­te. Da feh­len we­der die Cas­ting-Couch oder Sei­ten­hie­be auf Lanz noch Sprü­che wie „Es ist für ei­nen Schau­spie­ler doch kei­ne Schan­de, zu un­se­rem ZDF-Coach zu ge­hen, um ei­nen zwei­ten Ge­sichts­aus­druck zu ler­nen. Die Fer­res war auch schon da“! as ZDF pro­du­zier­te die ers­te „Ler­chen­berg“Staf­fel 2013 an­läss­lich sei­nes 50. Ge­burts­tags. „Ganz gro­ßes Fern­se­hen, was auch an die­ser ge­wal­ti­gen Fall­hö­he liegt, der sich Sen­der und Haupt­fi­gur (Hehn) aus­set­zen“, ju­bel­ten et­wa die „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“.

Der ORF fei­ert ja nun 60 Jah­re Fern­se­hen. So ei­ne Se­rie wä­re das bes­te Ge­schenk ge­we­sen. Da­für fehl­te Wra­betz, Grasl und Zech­ner aber of­fen­bar der Mut und/ oder die Selbst­iro­nie.

DSie er­rei­chen den Au­tor un­ter

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