Die Stei­er­mark ein

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK - I NTERVIEW: BERND HE­CKE

Kreuz, aber auch et­li­che Frei­wil­li­ge Hel­fer seit Ta­gen auf ei­nen An­sturm von Flücht­lin­gen vor­be­rei­tet. Dem­ent­spre­chend pro­fes­sio­nell und ge­sit­tet ging es ges­tern auch auf ei­nem gro­ßen Park­platz beim Bun­des­stra­ßen­grenz­über­gang zu. Die Po­li­zei nahm die Da­ten der tröpf­chen­wei­se und in Grup­pen an­kom­men­den Flücht­lin­ge auf, ei­ni­ge in der Um­ge­bung le­ben­de Asyl­wer­ber hal­fen beim Über­set­zen.

Dann wur­den die An­kom­men­den auf dem ein­ge­zäun­ten Park­platz vom Ro­ten Kreuz be­treut. Dort war­te­ten sie, ge­schafft und mit mü­den Au­gen – auf ei­ne Wei­ter­rei­se: die Brü­der Ma­zen und Mo­ham­mad aus Sy­ri­en, Zaid aus Da­mas­kus, Osa­ma aus La­ta­kia, der äl­te­re Mann aus dem Irak, die drei­köp­fi­ge Grup­pe aus Ban­gla­desch . . . Die Ge­schich­ten äh­neln sich: Tür­kei, Über­fahrt in klei­nen Boo­ten auf grie­chi­sche In­seln, Ma­ze­do­ni­en, Ser­bi­en, Kroa­ti­en, Slo­we­ni­en, Ös­ter­reich. Im­mer wie­der: „Die Boots­über­fahr­ten wa­ren so ge­fähr­lich. Wir hat­ten To­des­angst.“Und nun? Deutsch­land, Hol­land, Schwe­den, Nor- we­gen. Und Ös­ter­reich? „Ein gu­tes Land.“

Me­di­zi­ni­sche Not­fäl­le

Die Stra­pa­zen der Flucht sor­gen im­mer öf­ter für dra­ma­ti­sche Fol­gen. Ges­tern muss­te ein zwei Mo­na­te al­tes Ba­by we­gen De­hy­dra­ti­on von Gorn­ja Rad­go­na so­fort ins Spi­tal nach Murs­ka So­bo­ta ein­ge­lie­fert wer­den, wo die Ärz­te noch um das Le­ben des Kin­des kämp­fen. Spä­ter wur­den ein ein Wo­che al­tes Ba­by und des­sen sy­ri­sche El­tern ins LKH Graz ge­bracht. Ih­nen soll es bes­ser ge­hen.

2.Aber in Bad Rad­kers­burg sind 350 Flücht­lin­ge ein­fach über die Gren­ze spa­ziert und die Po­li­zei hat sie nicht auf­ge­hal­ten. KO­ME­RI­CKY: Wir ha­ben kei­ne of­fe­ne Gren­ze. Aber wir müs­sen mit maß­hal­ten­der An­wen­dung von Ge­walt vor­ge­hen. Wir kön­nen doch ge­gen Kin­der und Fa­mi­li­en kei­ne Waf­fen ein­set­zen. Das klingt ins­ge­samt aber nach ei­nem nur we­nig kon­trol­lier­ten Flücht­lings­strom . . . KO­ME­RI­CKY: Wir ha­ben ei­ne zu­sätz­li­che Hee­res­kom­pa­nie an­ge­for­dert, die für dich­te­re Kon­trol­len sor­gen soll. Aber na­tür­lich kann man nicht lü­cken­los ver­hin­dern, dass Men­schen zu Fuß her­ein­kom­men. Kom­men Tau­sen­de, wer­den wir se­hen, wie lan­ge es ge­lingt, die Si­tua­ti­on zu kon­trol­lie­ren.

3.

auf der Grenz­brü­cke Bad Rad­kers­burg auf­hal­ten

Zu Hun­der­ten mar­schier­ten die Flücht­lin­ge über die Gren­ze

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