Das Leuch­ten

Pe­ter Pa­kesch hat dem Wi­en Mu­se­um das Ar­chiv sei­ner Wie­ner Ga­le­rie über­las­sen. „Ball­gas­se 6“er­zählt von ei­ner auf- und an­re­gen­den Ära.

Kleine Zeitung Steiermark - - | KULTUR - WAL­TER TITZ

Gera­de ein­mal 26 war Pe­ter Pa­kesch, als er 1981 sei­ne ers­te Wie­ner Ga­le­rie er­öff­ne­te, in der Ball­gas­se 6 im 1. Wie­ner Be­zirk. Jung wa­ren auch die Künst­ler, de­ren Ar­bei­ten der Gra­zer zeig­te, et­wa die von Her­bert Brandl und Hei­mo Zo­ber­nig. Im Rück­blick lässt sich sa­gen: Pa­kesch und die Sei­nen wa­ren zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort. Das Wi­en der 1980er-Jah­re bro­del­te, 1986 ver­kün­de­te das deut­sche Ma­ga­zin „art“auf sei­nem „Jazz-Dan­ce-Ca­se“von Kip­pen­ber­ger Ti­tel „Das Kunst-Wun­der von Wi­en“. Un­ter ei­nem Bild des Gra­zers Hu­bert Schma­lix.

„Ball­gas­se 6“heißt die letz­te Aus­stel­lung von Wolf­gang Kos, dem schei­den­den Di­rek­tor des Wi­en Mu­se­ums, das er ab 2003 lei­te­te. Kern der Schau über die „Ga­le­rie Pe­ter Pa­kesch und die Kunst­sze­ne der 80er“(so der Un­ter­ti­tel) ist ei­ne Schen­kung: Pa­kesch über­ließ dem Haus das aus sei­ner Kunst­händ­ler­tä­tig­keit (die er 1993 be­en­de­te) re­sul­tie­ren­de Ar­chiv. Ei­ne Fund­gru­be.

Brandl und Zo­ber­nig sind nur zwei der Künst­ler, die früh auf­se­hen­er­re­gen­de Auf­trit­te in den Räu­men na­he dem Ste­phans­platz hat­ten (Mit­te der 1980erJah­re er­öff­ne­te Pa­kesch ei­ne Fi­lia­le im 3. Be­zirk, in der Un­gar­gas­se 27). Mit Franz West ko­ope­rier­te ein wei­te­rer Künst­ler, der wie Brandl und Zo­ber­nig Ös­ter­reich auf der Bi­en­na­le von Ve­ne­dig ver­tre­ten soll­te, mit dem rüh­ri­gen Ga­le­ris­ten. Der 2012 ver­stor­be­ne West ge­stal­te­te auch den mar­kan­ten Schreib­tisch für das

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