„Ich bin

Kleine Zeitung Steiermark - - | POLITIK -

vie­le Flücht­lin­ge auf­nimmt. Nun muss die EU auf den Plan tre­ten. Wäh­rend der Grie­chen­lan­dk­ri­se gab es je­den drit­ten Tag ei­nen Gip­fel, jetzt wur­de nach lan­gem Drän­gen end­lich ei­ner für Mitt­woch ein­be­ru­fen. Die Flücht­lin­ge ge­hö­ren or­dent­lich auf Eu­ro­pa ver­teilt.

War­um soll auf EU-Ebe­ne mög­lich sein, was in Ös­ter­reich nicht funk­tio­niert hat? In­nen­mi­nis­te­rin Mikl-Leitner wur­de in den letz­ten Mo­na­ten bei der Auf­tei­lung von den meis­ten Bun­des­län­dern im Re­gen ste­hen ge­las­sen. PÜH­RIN­GER: Wenn die eu­ro­päi­sche Auf­tei­lung so gut ge­lin­gen wür­de wie die ös­ter­rei­chi­sche, wä­ren wir mei­len­weit vor­aus. In Ös­ter­reich ist es nur um ein paar Pro­zent­punk­te hin oder her ge­gan­gen. Eu­ro­pa steht erst am An­fang. Es kann nicht sein, dass die­je­ni­gen, die die Flücht­lin­ge auf­neh­men, die Net­to­zah­ler sind, und die­je­ni­gen, die sich aus der So­li­da­ri­tät ab­mel­den, die ho­hen EUFör­de­run­gen be­kom­men.

Sie sind im Wahl­kampf viel un­ter­wegs. Wie wür­den Sie die Stim­mung be­schrei­ben? Kippt nicht gera­de die Stim­mung? PÜH­RIN­GER: Die Si­tua­ti­on ist höchst ei­gen­ar­tig. Laut Um­fra­gen be­no­ten 70 Pro­zent der Ober­ös­ter­rei­cher die Lan­des­po­li­tik mit sehr gut oder gut, aber in den Um­fra­gen wächst die Zu­stim­mung bei der FPÖ, die auf­hetzt und die Leu­te ver­ängs­tigt. Das passt nicht zu­sam­men.

Na ja, die Bür­ger sind ein­fach zu­tiefst ver­un­si­chert an­ge­sichts ei­ner Ent­wick­lung, die au­ßer Kon­trol­le ge­ra­ten ist und die die Po­li­tik nicht mehr im Griff hat. PÜH­RIN­GER: Wer ist nicht ver­un­si­chert bei sol­chen Flücht­lings­strö­men? Wir müs­sen in der gan­zen Dis­kus­si­on ei­nes deut­lich ma­chen, und das sa­ge ich als Christ­de­mo­krat: Wer an Leib und Le­ben be­droht ist, vor ei­nem Krieg da­von­läuft, mit dem muss man or­dent­lich um­ge­hen. Man muss aber auch sa­gen, dass die Be­last­bar­keit ei­nes Lan­des be­grenzt ist. Man muss die Flücht-

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